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Genügsam und zurückhaltend

08.02.2012 | 17:12 Uhr
Genügsam und zurückhaltend
Kirsten Bolzenius bereitet Ausstellung von Julius Blume im Museum Rees vor. Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool

Rees.   Ab Sonntag, 11 Uhr, stellt das Reeser Stadtmuseum Koenraad Bosman die gut 20 Arbeiten aus, die Kirsten Bolzenius vom Maler, der 1913 in Wesel zur Welt kam und 75-jährig im Jahre 1987 in Duisburg-Homberg starb, geblieben sind.

Der Maler Wilhelm Julius Blume war ein sehr belesener Mann. Er lebte zurückgezogen und genügsam, war ein liebevoller Mensch, konnte in seinen Äußerungen aber sehr direkt sein. So hat ihn Kirsten Bolzenius in Erinnerung. Die Reeserin ist Verwalterin seines Nachlasses. Ab Sonntag, um 11 Uhr, stellt das Reeser Stadtmuseum Koenraad Bosman die gut 20 Arbeiten aus, die ihr vom Maler, der 1913 in Wesel zur Welt kam und 75-jährig im Jahre 1987 in Duisburg-Homberg starb, geblieben sind.

Auf 500 bis 1000 Arbeiten schätzt Kirsten Bolzenius’ Ehemann Friedhelm die Zahl der Arbeiten, die sich einst in der Wohnung von Blume in Homberg in Regalen türmten. Wo sie geblieben sind, weiß Kirsten Bolzenius nur ansatzweise. „Meine Mutter Christa Tausch, die letzte Lebensgefährtin von W. J. Blume, hat einige Bilder nach seinem Tod verkauft, unter anderem an ein Ehepaar aus Krefeld“, weiß sie. Andere Werke landeten nach einer Ausstellung am 30. Oktober 1992 in einem Düsseldorfer Kunsthaus und durch dessen Konkurs offenbar in einem Auktionshaus in Seeheim-Jugenheim. Diese dritte und bisher letzte Ausstellung mit Werken von Blume hatte Christa Tausch organisiert wie auch die zweite Schau ab 9. Februar 1989 in der „Galerie im Amt“ an der Sittardsberger Allee in Duisburg. „Blume hatte nie ausstellen wollen“, weiß Bolzenius. Nur einmal hingen seine Werke mit seinem Einverständnis 1937 neben denen von Picasso, Braque und Utrillo in einer Mailänder Ausstellung.

Nach Blumes Tod, so hatte er immer gesagt, sollten seine Arbeiten verbrannt werden. Das haben weder Christa Tausch noch ihre Tochter übers Herz gebracht. Jetzt sind sie sogar wieder öffentlich zu sehen. Kirsten Bolzenius: „Meine Mutter würde mich dafür küssen, er würde sagen ‘Das machst Du nicht!’“

Maria Raudszus

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