Für den Start gut gerüstet
25.08.2010 | 16:47 Uhr 2010-08-25T16:47:00+0200
Rees.Bundesweit fehlen zum neuen Schuljahr 45 000 Lehrer, vor allem in Mathematik und in den Naturwissenschaften wird es Engpässe geben. Trifft das auch auf die Reeser Schulen zu? Die NRZ hat nachgefragt.
Über fehlende Lehrer mag Ursula Rauch, Rektorin der Hauptschule Rees, nicht klagen. „Wir kommen schon zurecht“, sagt sie. Das heißt: Es gibt zum neuen Schuljahr zwar Engpässe durch zwei langzeiterkrankte Lehrer, die aber behoben werden können. „Diese Lehrer decken insgesamt 56 Wochenstunden ab, die uns fehlen“, so die Schulleiterin. Inzwischen liegt ihr die Zusage für zwei Vertretungslehrer vor, nachdem sie im Internet-Portal Verena des NRW-Schulministeriums um Unterstützung gebeten hat. Zusätzlich hat das Schulministerium signalisiert, dass sie einen weiteren Vertretungslehrer erhält.
Zeitverträge für ein halbes Jahr
Alle drei erhalten Zeitverträge für ein halbes Jahr und werden 38 der insgesamt 56 Wochenstunden übernehmen. „Den Rest müssen wir irgendwie überbrücken“, so Ursula Rauch. Derzeit wird dafür ein Konzept erstellt. „Einige Lehrer übernehmen zusätzliche Stunden, in anderen Fällen bilden wir größere Unterrichtsgruppen“, so Ursula Rauch. Das betrifft die Fächer Sport, Musik und Englisch.
Am Gymnasium Aspel freut sich das Lehrerteam derzeit über eine junge Kollegin, die in der nächsten Woche am Westring ihren Dienst antreten wird. „Wir haben Glück, die Dame unterrichtet Chemie“, sagt Michael Schlattmann, stellvertretender Schulleiter. In einem halben Jahr könnte aber wieder ein Problem auf das Team zukommen. „Dann geht eine Kollegin in Pension, vielleicht auch noch ein zweiter“, erklärt Schlattmann. Das Problem: Die beiden Pädagogen sind Naturwissenschaftler und unterrichten Biologie und Chemie sowie Physik und Mathematik. „Wir sind aber guter Hoffnung diese Stellen besetzen zu können“, fährt Schlattmann fort. Viele junge Kollegen drängten zwar in die Großstädte des kulturellen Angebotes wegen. „Das sie dann aber kaum nutzen können, weil sie bis abends zu tun haben“, so Schlattmann. Das Gymnasium Aspel könne aber mit einem ganz anderen, wichtigen Plus punkten. „Hier gibt es ein beinahe stressfreies und reibungsloses Arbeiten, weil das Klima im Kollegium ausgesprochen gut ist“, macht Schlattmann Werbung für seine Schule. Das hätten die Kollegen auch schon nach außen getragen. „Davon wissen auch Referendare, die in den nächsten Monaten ihre Prüfung machen“, so Schlattmann weiter. Kontakte zu ihnen seien durch persönliche Bekanntschaft oder durch alte Kontakte zur Schule entstanden.
Ein Englischlehrer
fehlt am Gymnasium
Eine Stelle ist am Gymnasium Aspel zum neuen Schuljahr vakant geblieben. Es fehlt ein Englischlehrer. Hier soll umgeschichtet werden, damit das Fach erteilt werden kann. „Unterrichtsausfall wird es dafür in einem anderen Bereich geben“, so der stellvertretende Schulleiter: in Musik.
Die Realschule Rees hofft noch, rechtzeitig eine Vertretung für das Fach Biologie zu bekommen. Schulleiter Thomas Wenning hat nämlich ebenfalls eine langfristig erkrankte Kollegin im Team, den drohenden Stundenausfall aber erst am Dienstag im Portal Verena anzeigen können. „Wir warten jetzt kurzfristig auf Rückmeldung“, sagt Wenning. Er hofft, dass er Ersatz bekommt „Die dann noch verbleibenden Stunden werden wir durch vorhandene Pädagogen aufzufangen versuchen“, so Wenning. Die zum Ende des Schuljahres ausgeschiedenen Pädagogen für Biologie und Geschichte hat das Realschul-Team durch vorhandenes Personal auffangen können.
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