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Denkmal

Erste Interessenten besuchten Aspel

21.12.2012 | 08:00 Uhr
Erste Interessenten besuchten Aspel
Die Räume sind mit Stuck verziert.Foto: Picasa

Rees.   Das Denkmal geschützte Gebäude der Ordensschwestern steht zum Verkauf. Mehrere Folgenutzungen sind denkbar.

Mehrmals hat Ingrid Kobus in den vergangenen Monaten Projektentwickler und Investoren sowohl aus Deutschland als auch aus den Niederlanden durch die alten Gemäuer von Haus Aspel geführt.

Wie berichtet soll das schlossähnliche Gebäude, in dem 135 Jahre ein Internat mit Gymnasium untergebracht war, vom Orden der Töchter von Heiligen Kreuz verkauft werden.

Keine Neugierigen

„Es waren keine Besichtungstermine von Neugierigen, sondern von ernstzunehmenden Interessenten. Und sie waren beeindruckt von dem guten Zustand des Gebäudes“, resümiert die Immoblienmaklerin aus Zeddam. Es gibt viele Ideen, die sich hier verwirklichen lassen. Deren Umsetzung allerdings Zeit kostet, denn es geht hier nicht nur um Geld, sondern auch um eine attraktive Nutzung. „Schließlich ist es ein umfangreiches Projekt. Daher ist es möglich, dass mehrere Investoren hier zusammenarbeiten.“

Oft ist es so, weiß die Immobilienfachfrau der Firma Berghland Makelaars, dass altes Gemäuer stark renovierungsbedürftig ist und ein oft unüberschaubares Sanierungsvolumen umfasst. „Das ist in Haus Aspel nicht der Fall. Die Schwestern haben das Haus ausgezeichnet gepflegt und renoviert. 70 Prozent der Fenster sind isoliert. Jeder Flügel hat einen eigenen Heizungsblock und überall sind Aufzüge“, hebt Ingrid Kobus die Vorzüge des Hauses hervor.

Was auch immer mit dem Haus geschehen wird, es wird nur dann umgesetzt, wenn die Schwestern vom Heiligen Kreuz die Lösung mittragen. „Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass hier barrierefreie, exklusive Wohnungen entstehen für wohlhabende Senioren, die eine Rundum-Versorgung bei Bedarf in Anspruch nehmen können“, sinniert Ingrid Kobus.

Die Küche des Hauses, komplett aus Edelstahl, wird durchaus einem Hotelbetrieb gerecht und ist so angelegt, dass 200 Bewohner oder Hotelgäste bekocht werden können. Und eine Anbindung an die Geschäfte in der Stadt oder an Haldern ließe sich ebenfalls problemlos durch einen Fahrdienst/Chauffeur realisieren.

Die um 950 erbaute Erdhügelburg Aspel wurde im 12. Jahrhundert zur Steinburg. Aus der Steinburg entstand unter preußischem Einfluss im 17. Jahrhundert. ein Schloss. Im Jahre 1850 kaufte der Orden das Haus mit Klosterkirche. Heute hat er hier seinen Sitz. Im ehemaligen Schulflügel ist das Alten- und Pflegeheim für ordenseigene Schwestern untergebracht.

Elisabeth Hanf



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