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Ausbildung

Erst RIA, dann Rea

10.09.2009 | 18:40 Uhr

Rees. Die Wirtschaftskrise hat auch Rees erreicht, was sich auf den Ausbildungmarkt auswirkt. Bereits zum elften Mal hatte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsforum und der Agentur für Arbeit die Reeser Initiative für Ausbildung RIA angestoßen.

Immerhin haben in diesem Jahr 73 Betriebe 114 neue Ausbildungsplätze vergeben. „20 Prozent weniger als im vergangenen Jahr”, bedauert Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler, auf dessen Anregung RIA damals an den Start ging. „Wir hatten schon schlechtere Zeiten”, wiegelte Ketteler ab, der im Real-Markt zwei neue Auszubildende begrüßte.

Real bildet seit vielen Jahren kontinuierlich aus. Geschäftsleiter Ulrich Schuchardt hat auch in diesem Jahr die Anzahl der Azubis von vier auf zwei reduziert. Insgesamt absolvieren drei Auszubildende das zweite, vier das dritte Lehrjahr. Rea Kovacs aus Haldern hat ein Jahrespraktikum bei Real angenommen und hier Leistung gezeigt. „Die Non-Food Abteilung hat mich von Anfang an gereizt”, so die junge Frau, die hier auch ihre Ausbildung absolviert.

Gute Chancen

Tamara Berginc aus Isselburg hat die Realschule besucht. „Es war immer schon mein Wunsch, Kauffrau zu werden. Hier bei Real habe ich die Chance, umfassend ausgebildet zu werden. Und es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Betriebswirt, was viele gar nicht wissen.”

Ulrich Schuchardt versicherte, dass junge Leute, die sich bewähren, durchaus gefördert werden, es in der Fleischabteilung sogar bis zum Metzger bringen können. Ausgebildet wird in den Berufen Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Fleischerei und Fleischer. Und da Real auch international gut aufgestellt ist, sind sogar Teamleiteraufgaben im Ausland denkbar. Da 20 bis 25 Prozent der Real-Kunden aus den Niederlanden kommen, werden Anfang nächsten Jahres 17 Mitarbeiter einen Niederländisch-Kurs besuchen. Der Chef hat es vorgemacht.

Iris Boland, Vorsitzende des Wirtschaftsforums, hob hervor, dass die Anzahl der potienziellen Auszubildenden in Zukunft stark zurückgehe. „Wir unternehmen viel, damit die Betriebe sich rechtzeitig um entsprechenden Nachwuchs bemühen.” Daher werde die Lehrstellenbörse Job4 You weiterhin veranstaltet.

Lob gab's vom Bürgermeister auch für die Unternehmen, die 130 Praktikumsplätze anboten.

Elisabeth Hanf

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