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Konzert

Ergriffen von Moddi und Monograf

14.11.2011 | 17:19 Uhr
Ergriffen von Moddi und Monograf
Rappelvoll war die Haldern Pop Bar beim Konzert von Moddi aus Norwegen.

Haldern.Im Anschluss an seinen sehr gefühlvollen Auftritt wechselte Solokünstler Monograf die akustische Gitarre gegen einen Bass und begleitete den jungen Norweger Pal Moddi Knutsen, kurz Moddi genannt, bei seinem nicht weniger emotionalen Auftritt. Die jungen Männer erzeugten - Monograf alleine, Moddi zusammen mit einer Band - eine dichte Atmosphäre. Die Zuhöret in der randvollen „Haldern Pop Bar“ wurden sichtlich von den harmonischen, mit hoher Stimme vorgetragenen Liedern ergriffen, schlossen die Augen oder schauten nur bewegt ins Leere.

Klangerlebnis

Kaum einer wagte die Vorträge zu unterbrechen. Während die Musiker spielten, herrschte beinahe absolute Ruhe im Publikum. Emotional schon auf die melancholischen Klänge eingestimmt, erwarteten die Zuhörer – nachdem Monograf die Bühne verließ – den Auftritt Moddis mit Spannung. Bevor dieser begann zu spielen, bot er den Leuten an sich auf den Boden zu setzen, was die meisten prompt taten. Durch diese entspannte Atmosphäre schallten die traurigen Klänge der Gitarre bzw. des Akkordeons des Sängers, eines Cellos, eines elektronischen Basses oder Kontrabasses und diverser Bongo-Trommeln und Becken. Das Zusammenspiel der Instrumente erzeugte ein ungeheures Klangerlebnis, dessen Wirkung sich weder Zuschauer, noch Musiker entziehen konnten. Die Ergriffenheit der Menschen war beinahe greifbar. Untermalt wurde das alles vom Schlagzeuger, der mit seinen Trommeln und Becken nicht nur das rhythmische Rückgrat bildete, sondern auch durch einige Effekte die Musik intensivierte. So rieb er mit seinen Drumsticks über die Becken, so dass sie quietschten oder klimperte mit aufgehängten Glassplittern. Die jungenhafte, zarte Stimme Knutsens, die mal zerbrechlich, mal energiegeladen, dann wieder ungemein eindringlich war, erzählte traurige Geschichten von Schmerz und Vergänglichkeit. Der bodenständige 23-Jährige saß barfuß auf der Bühne, strich sich immer wieder die struppigen Haare aus dem Gesicht und versuchte das Publikum mit seiner charmanten Art zu unterhalten, während zum Beispiel einige technische Probleme des Bassisten behoben wurden.

Die Menschen reagierten mit Begeisterung auf den Auftritt der Musiker und belohnten diese im Anschluss an den Auftritt mit stürmischem Applaus, ja Jubel.

Alexander Goltz

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