Emotionales und Melancholisches in der Pop Bar
21.11.2011 | 17:09 Uhr 2011-11-21T17:09:00+0100
Haldern.Der US-Amerikaner William Fitzsimmons sorgte erneut für dichte und emotionale Atmosphäre in der bis zum letzten Ende gefüllten Haldern Pop Bar.
Nach seinem Auftritt vor mehreren Jahren füllt er immer größere Konzertsäle und wolle sich nun, so ließ er jedenfalls in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten, mit einem Konzert für die Chance damals bedanken.
Kontrast
Die mit samtiger, hoher und im krassen Gegensatz zu seinem Vollbart und seinen millimeterkurzen Haaren stehenden Stimme gesungenen Lieder blieben trotz instrumentaler Unterstützung durch seine Begleit- und Vorband ihrem ursprünglichen Genre treu – dem der Singersongwriter. Er demonstrierte große Professionalität, und wo andere Musiker eher nervös sind, in der Halderner Pop Bar zu spielen, wirke er vollkommen entspannt, brachte mit seinen Späßen das gesamte Publikum zum Lachen und erzeugte so eine legere Atmosphäre.
Unaufdringlich
Mit einem Bassisten, einem Pianisten und einem Percussionisten ummantelte er seinen Gesang mit zart angespielten, unaufdringlichen Melodien und lenkte die gesamte Aufmerksamkeit auf seine, in englischer Sprache verfassten und die meiste Zeit alleine gesungenen Verse.
Sichtlich ergriffen von seiner Musik stand er mit geschlossenen Augen auf der Bühne und brachte die Zuschauer dazu, sich soweit es ihnen durch den Platzmangel möglich war, im Rhythmus der Musik zu wiegen und mit ungebrochener Aufmerksamkeit die Geschehnisse auf der Bühne zu verfolgen. Im Gegensatz zu dieser beinahe andächtigen Atmosphäre stand der tosende Applaus, den er für jedes Lied erntete.
Auch die Vorband „Slow Runner“ wusste mit eigenwilligem Stil zu begeistern. Sie überspielte Electro-Rhythmen mit ihren Instrumenten und überzeugte einen leicht melancholisch angehauchten Gesang.
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