Ein Höhepunkt jagte den nächsten
12.02.2012 | 16:38 Uhr 2012-02-12T16:38:00+0100
Haldern. 400 Narren im Saale Tepferdt zur Sitzung der Feuerwehr Haldern. Hoppeditz Bärbel Naß verabschiedete sich von der Bühne
Der Saal in der Gaststätte Tepferdt am Samstagabend zur 1. großen Karnevalssitzung der Feuerwehr Haldern war bist auf den letzten Platz ausverkauft. Die Stimmung der über 400 Narren wurden schon vor Beginn der Sitzung durch den Sitzungspräsidenten Bernd Börgers, verkleidet als bunter Vogel, angeheizt.
Unter dem Motto „Die Griechen sind pleite, der Schirm ist gespannt, doch Haldern ist jetzt in närrischer Hand“ erwartete die Gecken dann auch ein tolles Programm. Begleitet vom Spielmannszug Haldern wurde unter großem Applaus zuerst einmal das neue Prinzenpaar – Ulli I. vom Weihrauch zum Äther und Luzie I. von Amt und Welle (Uebbing) in den Saal geleitet. Prinz Ulli ein Vollblutkarnevalist, der seit 21 Jahren als einer der fünf Disharmoniker auftritt und auch seit vielen Jahren gemeinsam mit Klaus Stamm als „Hein und Klärchen“ aus dem Altenheim St. Marien berichtet, begrüßte erst einmal sein närrisches Gesindel.
Hoppeditz Bärbel Naß versprach den Narren einen lustigen Abend. Seit acht Jahren führte die 18-jährige die Aktiven auf die Bühne aber dieses Jahr war es leider das letzte Jahr. Mit ganz lieben Worten und ein klein wenig Wehmut verabschiedete sie sich von ihrem Amt.
Prinzenpaar stark als Pfleger und Patient
Und dann jagte ein Höhepunkt den nächsten. Die Kinder des St. Josef-Kindergartens eroberten mit dem Tanz „Schenk mit dein Herz“ nicht nur die Herzen des Prinzenpaares, sondern erhielten für ihren Austritt die erste Rakete des Abends. Thomas Heuer als „Dirk Bach“ und Belinda Syberg als „Cindy aus Marzahn“ wussten eine Menge über Wunderdiäten, Bauernhoferlebnisse und über das Leben, welches kein Wunschkonzert sei, zu berichten
Begebenheiten aus dem Dorf wussten die fünf Disharmoniker zu besingen unter anderem hatten sie ein Lied vom Umbau des Feuerwehrgerätehauses mitgebracht. Hier konnten sie natürlich nicht auf die Teilnahme von Prinz Ulli verzichten. Einfach Klasse war der Auftritt der Freunde des Prinzenpaares. Als Pfleger und Patienten klärten sie das Publikum über die Gesundheitsreform, ihre Sparmaßnahmen und deren Folgen auf. In Zeiten des Pflegenotstandes muss die Morgentoilette der Kranken einfach wie am Fließband ablaufen.
Und der Auftritt von Maria Bucksteeg als Jan-Wilm war einfach köstlich. Die Büttenrednerin ist wie Prinzessin Luzie in der Frauengemeinschaft aktiv. Andere Leute hätten Probleme aber er, Jan-Wilm, sei verheiratet mit „dat Marie“ und dat sei schön, wenn man es sich nur selber oft genug einreden würde, dann wird dat Realität.
Johannes Erlebach und Helmut Burgschat als Fußballfans des SV Haldern, Hugo Uebbings Gastauftritt als „letzter Kirchenschweizer und „Auge Gottes“, Ullis Nikoläusinnen, der Auftritt der Funkenmariechen mit ihrem Funkentanz, der Showtanz von Bärbel Naß und Saskia Blumensaat, Thomas Werdelmann als Biene Willi, der Showtanz der Tanzgruppe Rockabellas, die lokalen Nachrichten aus dem Altenheim St .Marien, die Hein (Ulli Uebbing) und Klärchen (Klaus Stamm) wieder einmal zum Besten gaben und vor allen Dingen der Auftritt des Männerballetts der Feuerwehr mit ihrer fulminanten Schwarzlichtshow machten den Abend für alle Narren zu einem echten Erlebnis.
Gelegenheit für diejenigen, die die Sitzung noch nicht erlebt haben, gibt es noch am Samstag, den 18. Februar ab 19.11 Uhr und am Sonntag, den 19. Februar, ab 16 Uhr in der Gaststätte Tepferdt. Karten für diese Veranstaltungen sind an der Abendkasse ab eine Stunde vor Sitzungsbeginn erhältlich.
0mitdiskutieren