Ein Energiebündel, das die Laune hebt
30.09.2011 | 17:28 Uhr 2011-09-30T17:28:25+0200
Haldern.Sie hat es noch einmal getan. Hat das kleine Dorf zum Beben gebracht. Miss Li, deren bürgerlicher Name eigentlich Linda Carlsson lautet, ist nach Haldern zurück gekehrt, um dort wieder ihre ganz eigene Party zu kreieren.
Lang hält es das Energiebündel mit Schlapphut und 70er-Jahre-Kleid nämlich nicht hinter dem Klavier. Nein. Miss Li geht auch in der kleinen Bar nach vorn – körperlich, wie musikalisch. Denn Miss Li ist keine Frau der leisen Töne, obwohl sie diese stimmlich auch sehr gut beherrscht. Äußerst spielfreudige zeigte sich, wie schon im Sommer auf dem Festival, ihre fünfköpfige Kapelle – übrigens allesamt Männer.
Starke Posen,
starker Sound
Mit starken Posen wurden die Gitarren geschwungen, das Basssaxophon malträtiert sowie eifrig auf dem Klavier geklimpert. Garniert wurden die Klänge von dem einzigartigem Gesang der zierlichen Sängerin. Das zusammen ergab ein Laune hebendes Gemenge aus Pop, Soul und Jazz. Gerade richtig für so einen lauen Spätsommerabend vor der Bar. Genau: vor. Denn im Inneren der Haldener Musikzelle waren bereits eine halbe Stunde vor Beginn schon kaum noch Plätze frei. Also hieß es: Fenster auf, damit die vielen Zuhörer vor der Bar auch Miss Li und ihren Musikern lauschen konnten, die während ihrer Tour einen kurzen Zwischenstopp in Haldern eingelegten. Eigentlich sollte es hier rein akustisch zugehen. „Doch damit ihr uns alle hören könnt, haben wir noch einen Verstärker ausgepackt“, so die Schwedin zu ihrem Publikum. Ob ältere Hits wie „Oh Boy“ oder neuere Stücke wie „Stupid Girl“, Miss Li und ihre Jungs hatten einen Querschnitt aus ihrer fünfjährigen Bandgeschichte Gepäck. Trotz Enge auf der Bühne gefiel der Zwischenstopp in Halden, nicht nur den vielen Konzertgästen: „Es ist lang her, dass wir in kleinen verrauchten Clubs gespielt haben“, so Miss Li. „Aber ich muss sagen – es hat was. Ich kann so nämlich viel besser eure Gesichter gesehen.“
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