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Die Band "Crash Down" probt den Aufstieg

23.09.2009 | 23:00 Uhr
Die Band "Crash Down" probt den Aufstieg

Rees. Die vier Jungs der Band "Crash Down" sind gerade einmal zwischen 12 und 14 Jahren alt und halten auf diese Weise einen Rekord: Sie sind die Reeser Rockband mit den jüngsten Mitgliedern. Rockschulchef Marco Launert erkannte, wie begabt die Jugendlichen sind und nahm sie unter seine Fittiche.

„Crash Down” haben sich die vier Rockmusiker genannt. Doch hier ist eher vom Aufstieg als vom namensgebenden „Absturz” die Rede. „Crash Down”, die jüngste Reeser Rockband, hatte beim River Jam der Rockschule auf dem Schiff „Stadt Rees” Ende Juni ihren ersten umjubelten Auftritt.

Die Nachwuchsband "Crash Down". (Foto: Konrad Flintrop)

Aber das war erst der Anfang. Wenn Luca Gronau (12 Jahre) aus Hamminkeln und die drei Reeser, Maurice Piron (13), Bastian Recha (14) und Jannik Krach (12) zusammentreffen, rasselt's im Karton. Da greift der kräftige Bastian zur Bassgitarre, stupst „Fruchtzwerg” Jannik an, der seine E-Gitarre auspackt und über seinen Spitznamen nur müde lächelt, während Luca als „alter Hase in der Rockschule” betont, „früher” schon mit anderen Bandmitgliedern als Schlagzeuger geprobt hat. „Aber die hier sind besser!” Etwa Maurice, der ebenfalls E-Gitarre spielt und der coole Sänger der Band ist.

Maurice und Jannik haben als Kinder mit akustischer beziehungsweise klassischer Gitarre begonnen, und dann in der Rockschule E-Gitarre gelernt. Bastian hat einen dreimonatigen Intensivkurs Bass bei Marco Launert besucht und war so gut, dass er sofort in den Bandunterricht aufgenommen wurde. „Er ist unheimlich fleißig”, lobt ihn Rockschulchef Launert, der sofort erkannt hat, dass diese vier Jungs richtig gut sind.

Vier Talente

„Jeder, der Rockinstrumente erlernt, hat das Ziel, einmal in einer Band zu spielen. Je eher um so besser.” Launert führt im Regelfall die Bandmitglieder so zusammen, dass es menschlich passt. „Das hier ist die Ausnahme”, lacht er. Schließlich hätten sich auch die großen Bands, dabei erinnert er an die Stones, immer Kämpfe geliefert.

Eines wird bei den Proben von „Crash Down” ganz schnell klar: Jeder weiß das Talent des anderen sehr wohl zu schätzen. Und so freuen sich alle, dass Maurice jetzt bei Angie Damschen Gesangsunterricht nimmt. „Er ist ein Naturtalent, hat eine fantastische Stimme”, lobt Launert. „Luca am Schlagzeug ist richtig gut und Jannik ist der absolute Hammer.” Und als Bandcoach Marco Launert ihnen dann auch noch einen professionellen Bühnenauftritt bescheinigt, huscht ein stolzes Lächeln über ihre Gesichter. Was die Jungs aber besonders auszeichnet, weswegen Launert sie ins Herz geschlossen hat, ist ihre Fröhlichkeit.

Coverversion von "Fat Lips"

So wundert es nicht, dass ihr erster, selbstgeschriebener Song eine richtige Klamauk-nummer ist. Eine fetzige Punk-Rockmelodie, dazu ein selbstgeschriebener, witziger Text. Von Gottfried, der 40-jährig immer noch in seinem Kinderzimmer auf dem Bauerhof lebt. „Gottfried reitet die Hühner” heißt der Song, beim dem Sänger Maurice alles gibt. Nicht minder gut kommt die Coverversion von „Fat Lips” von Sum 41 rüber. Aber auch Silverchair haben sie auf der „Pfanne”. Richtige Knaller!

Im November lässt Marco Launert im Studio Grenzland in Bocholt eine CD aufnehmen von allen Rockschul-Bands mit je einem eigenen Song. Präsentiert werden sie am 12.12. im "Cafe Country" in Hamminkeln.

Wenn „Crash Down” nicht schon für den 11.11. verpflichtet wird, wegen ihrer Stimmungskanone „Gottfried und die Hühner”.

Elisabeth Hanf

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2009-09-23 23:00
--- Rees (heute Emmerich)