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Den Rock-Durst gestillt

23.01.2011 | 15:06 Uhr
Den Rock-Durst gestillt
Foto: Johannes Kruck / WAZ-FotoPool.

Haldern.   Beim Rock im Saal brach Triggerfinger-Manie aus. Auch Go Back To The Zoo, Young Rebel Set und My Jerusalem brachten die knapp 600 Gäste in Feierlaune.

Beim Rock im Saal brach Triggerfinger-Manie aus. Auch Go Back To The Zoo, Young Rebel Set und My Jerusalem brachten die knapp 600 Gäste in Feierlaune.

Wo Rock im Saal drauf steht, da war diesmal wahrlich Rock im Saal drin. Im ausverkauften Saal Tepferd feierten knapp 600 Besucher einen gelungenen Konzertabend. Allen voran Triggerfinger brachten das Publikum zur Extase. Die Belgier kamen mit doppelter Schlagkraft daher, weil Bassist Monsieur Paul sich kürzlich einer Hand-Operation unterziehen musste. Statt auf den Auftritt zu verzichten spielte das Trio ein besonders Programm mit zwei Schlagzeugern – der Bassist drischte vor allem mit der gesunden Rechten drauf los. „Ihr bekommt mehr Sexy-Rhythmen für den selben Preis“, verkaufte Sänger und Gitarrist Ruben Block die Programmabwandlung.

Dem Publikum war’s mehr als Recht. Ohnehin scheint die Triggerfinger-Manie bei ihrem inzwischen dritten Auftritt im Lindendorf längst ausgebrochen zu sein. Eleganz und Coolness mussten aus musikalischer Sicht diesmal etwas zurückstehen: Die volle Ladung Rock-Gewalt dröhnte den wild feiernden Gästen entgegen. Die knallharten Riffs des neuen Albums gingen sofort ins Mark.

Viel Applaus für Young Rebel Set und My Jerusalem

Im Vorjahr äußerten einige Besucher Kritik, dass die Bands insgesamt zu ruhige Stilrichtungen verfolgten. Schon beim Auftritt von Go Back To The Zoo aus den Niederlanden war das nach Rock dürstende Publikum versöhnt. Der sehr griffige, gradlinige Rock steckte die Masse sofort an. Einige Stücke zeigten Hitpotenzial auf; die vielen Oh-Ohs und Ah-Ahs eigneten sich hervorragend zum Mitsingen, die flotten Stücke zum Abtanzne.

Launigen Folkrock boten Young Rebel Set aus England. Der herrliche Akzent von Sänger Matty Chipchase und die schönen Melodien erinnerten an The Libertines zu ihren besten Zeiten. Durch Mundharmonika-Klänge zu den drei Gitarren und dem Bass vermittelt ihre Musik ein Gefühl der Freiheit. Rebellen eben.

Feierlich, erhabene Hymnen eingebettet in derbe Rockriffs – das boten My Jerusalem, die als erste die Bühne betraten. Obwohl die Gäste zu Beginn noch viel Redebedarf hatten, schenkten sie der Formation aus dem Süden der Vereinigten Staaten viel Applaus. Die Gitarrenklänge wurden durch Bläsereinlagen umgarnt, der rauchige Gesang des Frontmanns Jeff Klein durch eher sanfte Zweit- und Drittstimmen eingefangen – ein harmonisches Gesamtbild.

Marco Virgillito

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2011-01-23 15:06
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