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Das Ziel heißt Vernetzung der Radwege

14.04.2010 | 22:01 Uhr
Das Ziel heißt Vernetzung der Radwege

Rees. Radfahrer leben gefährlich. Besonders aus dem Ortsteil Haldern erreichten die Stadt in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden. „Was fehlt, sind durchführende Radwege“, weiß Michael Berendsen, der Fahrradbeauftragte der Stadt.

Ein Grund für die Stadt, ein Ingenieurbüro einzuschalten. Deren Mitarbeiter sollen in Zusammenarbeit mit Polizei, den Schulen und Ortskundigen Ideen entwickeln, wie Fußgänger und Radfahrer  schnell und vor allem sicher an ihre Ziele kommen. Nicht nur in Haldern. „Aber mit diesem Ortsteil starten wir mit dem Projekt“, teilte Berendsen mit. Ziel ist es, die Reeser Radwege  auch mit denen der Nachbarstädte zu vernetzen.

Auf den Radwegen seiner Stadt kennt Berendsen sich aus. Und das nicht erst, seit er städtischer Fahrradbeauftragter  ist und die Kommune auf dem Weg zur „fahrradfreundlichen Stadt AGSF“ begleitet hat. „Ich bin immer schon gerne sonntags mit meiner Familie ins Grüne gefahren“, erklärt er.  Auch kann er die Tage zählen, an denen er nicht mit der Fiets zur Dienststelle geradelt ist. Klar, dass sein ehemaliger Chef Dr. Ketteler gerade ihn Ende 2006 fragte, ob er nicht Fahrradbeauftragter werden wolle. Zumal der Mann aus dem Bauamt dienstlich stets eingebunden ist, wenn es um Planungen von Straßen und Radwege geht.

Wer so viele Strecken kennt, der hat sicher eine Lieblingsroute.Der 52-Jährige muss nicht lange überlegen: Seine bevorzugte Route führt vom Skulpturenpark über die Deichkrone nach Bergswick, dann über den Radweg Richtung Haffen-Mehr bis zur K7, von dort über den „Stummen Deich“ auf dem Kronenradweg nach Bislich. Dort stärkt er sich gern im Bauerncafe´ Hellenhof für die Rückfahrt.

Radwege ohne Autoverkehr sind für Berendsen besonders attraktiv. Daher freut ihn, dass ein Netzschluss des Kronenradwegs Richtung Bislich geplant ist, so dass man künftig von Rees bis Bislich ungestört fietsen kann. Von Bergswick bis zur Stadtgrenze sind die Gelder schon bewilligt. Aber noch ist das Planfeststellungsverfahren nicht abgeschlossen. „Das alles ist sehr komplex wegen der K7“, weiß Berendsen. Man hofft, das 2011, spätestens 2012 mit dem Bau begonnen werden kann.

In die entgegengesetzte Richtung, also über Esserden nach Bienen ist alles noch nicht so weit. Dort sind zwar schon sogenannte Einplanungsanträge gestellt, aber von konkreten  Planungen ist man hier noch weit entfernt.

Rees profitiert davon, dass es Mitglied in der AGFS ist. Nicht nur, dass Radfahrbroschüren mit 60 Prozent Landesmitteln bezuschusst werden. Das Schulprojekt „Sehen und gesehen werden“ erhält in diesem Jahr eine neue Auflage und nach den Sommerferien startet in Rees die Kampagne  „Ich bin Energie“. Dann geht’s darum, wieviel Sprit ein Bürger sparen kann, wenn er statt des Autos in den Sattel steigt zum Brötchenholen.

Maria Raudszus

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