Das war magisch
01.05.2011 | 11:24 Uhr 2011-05-01T11:24:00+0200
Haldern. Rund 60 Gäste spendeten in der Haldern Pop Bar tosenden Beifall für die Band We Invented Paris.
Es war ein magischer Abend den rund 60 Gäste am Mittwoch in der Haldern Pop Bar erlebten. Das deutsch-schweizerische Künstlerkollektiv We invented Paris erntete tosenden Applaus für dieses Konzert. Wahrlich berührend, was die Band, die in wechselnder Besetzung auftritt, da geboten hatte.
Für einige Stücke, wie auch beim letzten Lied des Auftritts „Silence“, verteilte sich die Band in der Bar. Frontmann Flavian Graber stieg samt Gitarre auf einen Barhocker, der Drummer nutzte die Theke als Schlaginstrument, Bassist, Gitarrist und Akkordeon-Spieler gingen „unters Volk“. Der Dolby-Surround-Sound, wie er aus der TV-Technik bekannt ist, entfachte sich auf diese Art sozusagen live. Grabers glasklare Stimme nahm auch ohne Mikrofon den Raum ein. Der mehrstimmige Gesang entfaltete sich wie aus einem Guss.
Ihre Musik ist geprägt von herrlichen Harmonien mit spannenden Rhythmen. Die Kompositionen ermöglichten es den Zuhörern, die bevorstehenden Wendungen schon zu erahnen. So viel es leicht, mitzugehen.
Die Musiker erwiesen sich als bärenstarke Handwerker mit ausgesprochenem Gefühl für Timing, was bei wechselnden Bandmitgliedern natürlich besonders herauszustellen ist.
Die Stimmung der Lieder ist zwar grundsätzlich melancholisch, aber zugleich geladen, hoffnungsvoll. Gerne steigern sich die Lieder zu Gitarren-Exzessen, die aber nie krachig werden. Wie etwa beim letzten Song vor den Zugaben, der fast apokalyptisch endete.
We Invented Paris freuten sich sehr über die vielen Besucher: „Wir sind auch vom Land, aber bei uns wären nicht so viele gekommen“, sagte Graber.
Cedarwell spielt heute
dunklen, akustischen Pop
Schon heute steht das nächste Konzert in der Pop Bar an. Eigentlich bringt die Band Cedarwell um den bärtigen Barden Erik Neave zehn Musiker auf die Bühne. Der US-Amerikaner aus Wisconsin ist aber derzeit allein auf Tour. Dunkler, akustischer Pop, der im Rhythmus der Natur reitet, ist zu erwarten. „Seine chrispe Stimme versetzt einen zumindest mental in den ewig verschneiten Wisconsiner Winter“, heißt es in einer Mitteilung. Los geht’s ab 20.45 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
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