Rees
Arbeit im Baugewerbe hat Zukunft
11.03.2008 | 21:32 Uhr 2008-03-11T21:32:25+0100JOB 4 YOU. Die Lehrstellenbörse war besser besucht als je zuvor. Großes Interesse fanden die von der NRZ vorgestellten Berufe.
REES. Den Beruf des Mediengestalters kennt jeder, was sich jedoch dahinter verbirgt, das haben viele Schüler gestern erst bei der Job 4 U-Börse , der 6. Lehrstellen-Arena in Rees, erfahren. So drängten sich die jungen Leute, viele begleitet von ihren Eltern, vor den Ständen von knapp 40 Firmen und Organisationen.
Hugo Thesing, Vorsitzender des Wirtschaftsforums, das gemeinsam mit der Stadt Rees die Ausbildungsbörse organisiert, war mit dem Ablauf mehr als zufrieden. Teilweise war der Andrang an den Ständen so groß, dass sich Schlangen bildeten. "Es war damals die richtige Entscheidung, die Veranstaltung vom Morgen im PZ, auf den Abend ins Bürgerhaus zu verlegen", bewertete Thesing den Andrang.
Am NRZ-Stand war Jennifer Kube, zuständig für Personalentwicklung und Training bei der WAZ-Mediengruppe, eine gefragte Ansprechpartnerin für die Berufe Mediengestalter, Medienkauffrau, -mann Digital und Print, Kaufmann für Bürokommunikation und für den Drucker Fachrichtung Flach-/Offsetdruck. Hier konnte sie viel Aufklärungsarbeit leisten, denn diese Berufe waren wenig bekannt. NRZ-Redakteurin Maria Raudszus wurde intensiv zum Redaktionsalltag befragt. "Werden Praktikanten mit zu Terminen genommen?", "Dürfen wir auch eigene Texte schreiben?", "Welche Noten müssen wir in Deutsch haben und welcher Schulabschluss ist notwendig, um bei der Zeitung arbeiten zu können?", lauteten die häufigsten Fragen. Neben zahlreichen Praktikumsanfragen wurden auch konkrete Fragen zur Mitarbeit bei der NRZ- Jugendseite TeXter gestellt.
Erstmals dabei war in diesem Jahr Aldi-Süd. Gunter Andre? Wick, Bereichsleiter Filialorganisation, hatte Kathrin Yildiz mitgebracht, die 21-jährig eine Top-Karriere vorweisen kann. Nach der dreijährigen Ausbildung zur Verkäuferin arbeitete sie zwei Jahre im Beruf und wird am 1. April stellvertretende Filialleiterin in Rees.
Karl-Heinz Blitschen vom Bildungszentum für Baugewerbe freute sich über die rege Nachfrage, auch von Mädchen. Aber er hat auch was zu bieten: "Im Baugewerbe sind die Berufe höchst attraktiv, da die Führungskräfte weit über 50 Jahre alt sind. Wenn die jungen Leute fertig sind, haben sie beste Chancen. Besonders die Kanalbauer."
Die Kanalsysteme seien über 100 Jahre alt und müssten überall über Jahre erneuert werden. Ebenso gefragt seien Dachdecker, "bei zunehmenden Stürmen".
Ricarda Reinhardt lässt sich zur Konstruktionsmechanikerin bei Trox ausbilden. Gestern konnte sie viel zur Ausbildung, aber auch zur Aufnahmeprüfung erzählen. Technisches Zeichen, die Abwicklung von Blechkonstruktionen aber auch die Arbeit an der Werkbank mit Schweißen und Fräsen gehören zum Berufsalltag.
Zufrieden waren auch die Schüler. Ann-Kristin Jansen macht ihr Abitur auf der Internationalen Schule in Arnheim. Gestern erfuhr sie, dass viele Unternehmen gerade Auszubildende mit guten Sprachkenntnissen suchen.
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