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Aktivrolli für Samuel Koch

22.12.2012 | 06:00 Uhr
Aktivrolli für Samuel Koch
Samuel KochFoto: Cornelia Lehmann

Rees.   Samuel Koch hat lange gezögert, ob er die Rehacare in Düsseldorf im Oktober dieses Jahres besuchen sollte. Schließlich ereignete sich sein Unfall vor zwei Jahren bei „Wetten, dass..“ in genau der Messehalle, in der die Firma O4 ihren Messestand hatte.

Samuel Koch hat lange gezögert, ob er die Rehacare in Düsseldorf im Oktober dieses Jahres besuchen sollte. Schließlich ereignete sich sein Unfall, der zu einer hohen Querschnittslähmung geführt hat, bei der Sendung „Wetten, dass..“ vor zwei Jahren, in genau der Messehalle, in der die Firma O4 jetzt ihren Messestand hatte. Doch Samuel Koch war seit langer Zeit auf der Suche nach einem besonderen Rollstuhl und fand ihn bei Stef Beumer aus Rees, dem Inhaber und Entwickler von O4-Rollstühlen.

Stef Beumer und sein Mitarbeiter Michiel Raterink sehen nur selten deutsches Fernsehen und kannten den jungen Mann nicht, der sich für die neue Generation von Rollstühlen interessierte. Hinter der Entwicklung dieser Rollstühle steht nicht nur eine besondere Philosophie, sondern auch jahrzehntelange Erfahrung. Die Rollis sind besonders geeignet für Menschen, die trotz ihrer Behinderung aktiv am Leben teilnehmen und Sport betreiben möchten. Ein Herzenswunsch von Samuel Koch!

Auf der Rehacare steuerte er den Stand von Stef Beumer an. Hier wurde gerade ein Prototyp mit einer besonderen Rückenlehne vorgestellt. „Obwohl mich die Niederländer nicht kannten, haben sie sich ausführlich um mich gekümmert und über zwei Stunden beraten“, erzählte Samuel Koch später. „Noch auf dem Messestand wurden die notwendigen Maße genommen. Er hat es sehr genossen, unerkannt geblieben zu sein“, berichtet Michiel Raterink.

Stef Beumer, der regelmäßig am Tag der Begegnung mit Rollstuhlaktionen vertreten ist, lag es fern, mit einem Prominenten Werbung zu machen. So verzichtete er auch darauf, den neuen Rollstuhl mit einem auffälligen Firmenemblem auszuzeichnen. „Uns ist jeder wichtig!“

Forschung
Querschnittgelähmte können mit Roboteranzug wieder gehen

Zwei europäische Kliniken werden demnächst einen "anziehbaren" Roboter bekommen, mit dessen Hilfe Querschnittsgelähmte wieder aufstehen und gehen können. Das Gerät wird über Handbewegungen gesteuert und ist mit Sensoren ausgestattet, welche die Absichten des Patienten erkennen und ausführen können.

Samuel Koch war ausgesprochen dankbar, dass man ihm so schnell helfen konnte mit einem Aktiv-Rollstuhl, der sehr funktional, schwarz, im Design unauffällig und klein – eben Bühnen tauglich – ist, um seine Behinderung möglichst unauffällig erscheinen zu lassen. Aktuell für die Lanz-Sendung, die am vergangenen Mittwoch ausgestrahlt wurde und für seine Auftritte als Schauspieler in Hannover.

Was ist das Besondere an dem O4-Rollstuhl? Wie der Name OlympicHopper sagt, ist er optisch sportlich und wurde speziell für Personen mit einer Körperbehinderung entwickelt, die ein aktives und intensives Leben führen möchten. Der Sitz ist durch ein ergonomisches System, einen vorgeformten Kontursitz und ein Rückensystem mit Drehgelenken besonders bequem. Jedes Detail wird Personen spezifisch angepasst. Für Samuel Koch wurde der Stuhl zudem mit einem Elektro-Mobil-System ausgestattet, so dass er ihn per Joystick steuern kann.

Seine Erfahrungen sind wichtig

Stef Beumer, der den jungen Mann erst seit drei Monaten kennt, freut sich, dass er in dieser Zeit schon erhebliche Fortschritte gemacht hat, „er ist in den Armen stärker geworden“, haben er und seine Mitarbeiter festgestellt. Beumer hat den 25-Jährigen in der Sendung Lanz genau beobachtet und sich gefreut, wie stabil er in seinem Rollstuhl saß.

Die Chemie zwischen beiden stimmt. „Samuel hat große Erfahrung mit dieser Krankheit. Und da wir immer Nachfrage gesteuert entwickeln, werde ich bestimmt seine Erfahrungen bei weiteren Entwicklungen im wahrsten Sinne des Worte mit einbauen“, ist sich Stef Beumer sicher.

Von Elisabeth Hanf


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