Ungewisse Zukunft für das Marathonwochenende
09.12.2008 | 18:13 Uhr 2008-12-09T18:13:00+0100Leider können wir die vielen Anfragen, ob das P-Weg-Marathonwochenende 2009 stattfindet, nicht eindeutig beantworten. Wenn es stattfindet, dann vom 11. bis 13. September 2009.
Wovon hängt es ab? Diese Frage ist sehr schnell und eindeutig zu beantworten. Alle ehrenamtlichen P-Weg-Teammitglieder sind bereit, das Wochenende wieder vorzubereiten. Was fehlt, ist die Zustimmung der Waldbesitzer.
Jeder vom Marathonwochenende betroffene Waldbesitzer erhält in den nächsten Tagen ein Schreiben, in dem er um seine Zustimmung zur Benutzung seiner Wege am zweiten Septemberwochenende gebeten wird. Erst wenn diese Schreiben zurück sind, kann eine endgültige Entscheidung getroffen werden.
Aber wieso ist es nun so? Hierzu möchten wir uns als P-Weg Team nun auch öffentlich äußern, denn wir denken, dass dies notwendig ist.
Es ist weiterhin wichtig, einige Fakten noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.
Als Nikola Großheim , Josef Spahn und Michael Schröder bei einer Wanderung über den Rothaarsteig die Idee für das P-Weg-Marathonwochenende „geboren” haben, waren einige Dinge für sie sehr wichtig, die auch jetzt die Grundlage für das Marathonwochenende bilden.
1. Es sollte eine Veranstaltung von Plettenbergern für Plettenberger sein.
2. Die Veranstaltung sollte durch den ehrenamtlichen Einsatz geprägt sein.
3. Das Wochenende sollte sowohl für den/die Sportler/in als auch für dessen Familie sein.
4. Die Veranstaltung sollte keinen kommerziellen Zweck haben.
5. Es sollte eine Breitensportveranstaltung, verbunden mit einer sportlichen Herausforderung sein.
Nach diesen Grundsätzen fanden bisher alle P-Weg-Veranstaltungen statt.
Der P-Weg ist eine Breitensportveranstaltung, die durch die große Anzahl der Plettenberger Starter geprägt wird. Weiterhin sind an dem Wochenende im Durchschnitt ca. 1000 ehrenamtliche Helfer tätig, vom Kind bis zum Senior. Die Veranstaltung ist nicht kommerziell; jedes Jahr arbeitet das P-Weg-Team mit einem sozialen Plettenberger Dienst zusammen und übergibt diesem aus dem Überschuss der Veranstaltung einen Scheck. Die Plettenberger Vereine, die in der Innenstadt Essens- oder Getränkestände betreiben, können den erwirtschafteten Gewinn für ihre Vereinsarbeit nutzen.
Die Waldbesitzer haben für die ersten Jahre pro Starter einen Euro erhalten (das P-Weg-Team hat diesen Betrag immer auf 2000 Euro aufgerundet), und für das Jahr 2008 haben die Waldbesitzer pro Kilometer 100 Euro erhalten (ein Auszahlungsmodus für die Beträge kurzer Wegabschnitte ist dem P-Weg-Team noch nicht mitgeteilt worden, daher konnte an sie der Betrag noch nicht ausgezahlt werden). Genutzt werden überwiegend öffentliche Wege (knapp 60 Prozent der Gesamtstrecke). Zur Durchführung des Marathons müssen aber auch Privatwege in Anspruch genommen werden.
Für Plettenberg, letztlich für die Plettenberger Bürgerschaft ist das P-Weg-Marathonwochenende zu einem positiven Aushängeschild geworden und hat Plettenberg attraktiver und bekannter gemacht.
Was bereitet nun aber Schwierigkeiten und macht die Situation so problematisch? Der P-Weg nutzt an dem Marathonwochenende Waldwege, die zu einem großen Teil privaten Eigentümern (Waldbesitzern) gehören, die ihre Zustimmung geben müssen, dass ihr Privatbesitz an diesem Wochenende für die Veranstaltung genutzt werden darf.
Nach dem ersten P-Weg-Wochenende nahm das P-Weg-Team zu den Waldbesitzern Kontakt auf und fand als Ansprechpartner den Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Plettenberg, Herrn August-Wilhelm Höfer-Flügge, und nach dem Vorsitzwechsel Herrn Ulrich Kühne; Dr. Christoph Freiherrn von Wrede für die Waldbesitzer mit einer Streckenlänge von mehr als 1 km, Herrn Horst Schulte für die Flurbereinigung Landemert (nahm erst nach der Veranstaltung 2008 an den Gesprächen teil) und Herrn Robert Lützenkirchen für den Hegering.
In den Jahren 2005 bis 2008 konnten in einem fairen, konstruktiven Dialog auf gleicher Augenhöhe einige Dinge besprochen und vereinbart werden; als ein wichtiges Ergebnis ist der Ehrenkodex zu nennen, der das Miteinander zwischen Waldbesitzern, Jägern und Sportlern regelt.
Am 4.12.2008 wurde diese gute Kooperation aus unserer Sicht von den bei diesem Ge-spräch anwesenden Teilnehmern zum Teil verlassen.
Herr Schulte deutete an, dass es aus seiner bzw. Sicht der Landemerter Waldeigentümer zwar noch geringfügigen Gesprächsbedarf gebe, er aber von einer grundsätzlichen Zustimmung ausgeht.
Dagegen wurde von Herrn Kühne in dem Gespräch suggeriert, dass es in der FBG Plettenberg große Widerstände gegen eine weitere Durchführung des P-Weges geben würde und er seine Zustimmung nicht geben könne.
Freiherr von Wrede formulierte dies noch drastischer; eine Zustimmung zu einer Veranstaltung 2009 würde er nicht geben. Um evtl. einer Veranstaltung im Jahr 2010 zustimmen zu können, müsste dann die Folgezeit für Gespräche genutzt werden. Freiherr von Wrede deutete Gesprächbedarf in folgenden Punkten an:
1. Verlegung des Veranstaltungstermins in die erste Jahreshälfte;
2. Veränderung des einjährigen Rhythmus' hin zu einem zwei-, drei- oder vierjährigen Rhythmus.
Diese Punkte waren in den bisher geführten Gesprächen schon häufiger diskutiert und teilweise auch wieder von Seiten der Waldbesitzer verworfen worden. So z.B. die Verlegung des Termins in den Juni/Juli, weil bei einer Verlegung der Terminierung der Haupttrainingsbetrieb möglicherweise in die Zeit fallen würde, in der die Waldtiere bei der Aufzucht gestört würden.
Das komplett ehrenamtlich und uneigennützig arbeitende P-Weg-Team wurde in dem Gespräch am 4.12. von Freiherr von Wrede aufgefordert, „doch kreativ” zu sein – und wenn der P-Weg nicht jedes Jahr stattfinden würde, in der Zwischenzeit andere sportliche Veranstaltungen zu planen. Diese Aufforderung haben wir, im Jahr des Ehrenamtes 2008, als einen Schlag ins Gesicht von uns ehrenamtlich Engagierten gesehen und sind zutiefst betroffen.
Aufgrund des Verlaufs des Gesprächs am 4.12. haben wir als P-Weg-Team beschlossen, keine Gespräche mehr in diesem Rahmen zu führen, sondern nun den direkten Weg für eine Zustimmung der Waldbesitzer zu suchen.
Zumal in den Gesprächen mit Herrn Kühne und Freiherr von Wrede bislang nicht eindeutig erkennbar geworden ist, ob sie nun ein Mandat der Waldbesitzer besitzen oder nicht. Bislang wurden nur Forderungen aufgestellt, aber sobald es um Entscheidungen ging, wurde Verantwortung zurückgezogen.
Was passiert nun? Wie erwähnt, werden nun alle vom P-Weg betroffenen Waldbesitzer angeschrieben und gebeten, einen Rahmenvertrag zur Durchführung des Marathonwochenendes zu unter-schreiben. Für Rückfragen steht das P-Weg-Team gern zur Verfügung.
Weiterhin hoffen wir, dass in einer fairen und sachlichen Diskussion Bedenken gegen die Veranstaltung mit den Betroffenen diskutiert und Lösungen in Kooperation auf gleicher Augenhöhe gefunden werden.
Weiterhin ist aber auch die Unterstützung der Plettenberger Bürgerschaft gefordert. Bitte, signalisieren Sie uns, dass das P-Weg-Marathonwochenende auch von ihnen gewollt ist. Hierzu soll unser Gästebuch unter www.p-weg.de dienen. Neben der örtlichen Presse wird diese Stellungnahme auch allen Teilnehmern des P-Wegs 2008 per Mail zugesandt.
Leider kann aufgrund des beschriebenen Verfahrens erst im Januar 2009 eine Aussage getroffen werden, ob der P-Weg-Marathon 2009 stattfindet.
Auch für uns ist dies eine zermürbende Zeit.
Das P-Weg-Team: Carola Schmidt, Nikola Großheim, Andreas Voit, Andreas Sicken, Christian Orlowski, Kay Hömberg, Heiko Höfner, Jörg Wilmink, Jens Stederoth, Jürgen Kaiser, Sebastian Tengler, Walter Stahlschmidt, Ullrich Schulte, Michael Schröder
14:59
Kopf hoch Leute! Macht bitte weiter!
Und wenn ich 4 Runden um Landemert fahren muß, egal, ich dabei. Würde bei einer kürzeren Rundstrecke der Aufwand nicht geringer? Was spricht dagegen, wenn der Zuschauer die Fahrer mehrfach sieht, ohne durch ganz Plettenberg zu eilen. Zur Not fahren wir den Bärenberg zwischen Landemert und Krankenhaus 4 x rauf und runter,um auf die Kilometer zu kommen.
Soll Herr v.W. doch allein in seinem Wald sitzen und Tannenzapfen zählen. Durch solche Ich bin dagegen-Typen sollte so eine geile Veranstaltung nicht sterben.
Ich werde die Strecke zwischen Birnbaum und Schloss jedenfalls zu meiner beliebtesten Trainingsstrecke machen. Da gibt es eine tolle Rundstrecke.........
09:43
Lasst Euch nicht unterkriegen, denkt nur mal darüber nach, ob wir 150 km Strecke brauchen oder man kürzere Strecken halt doppelt fährt bzw. läuft, dann sind sicher weniger Waldbesitzer betroffen