Steelline investiert und wächst
15.07.2010 | 18:03 Uhr 2010-07-15T18:03:00+0200
Plettenberg.Eine gigantische Menge Erdreich muss bewegt werden, bevor mit dem Neubau der Firma Steelline Profiltechnik GmbH an der Adam-Opel-Straße im Industriegebiet Köbbinghauser Hammer begonnen werden kann. Ebenfalls eine Menge bewegt haben die Steelline-Geschäftsführer Brigitte Conrad, Daniel Mächtle und Christian Bieda in der noch jungen Firmengeschichte.
Im Jahr 2001 gegründet, ist der Spezialist für Montagetechnik stetig gewachsen. Steelline entwickelt, fertigt und vertreibt Profilsysteme und Verbindungselemente für die Montagetechnik. Am bisherigen Standort im Industriegebiet Bannewerth werden zurzeit 35 feste Mitarbeiter, darüber hinaus ca. 20 Kräfte von Zeitarbeitsfirmen beschäftigt. Das mittelständische Unternehmen erwirtschaftet inzwischen einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro.
Am Bannewerth stößt Steelline jetzt an seine Grenzen. „Wir fallen über unsere eigenen Füße“, beschreibt Daniel Mächtle die beengte Situation. Daher wird am Köbbinghauser Hammer neu gebaut. Rund drei Millionen Euro investiert das Unternehmen für den neuen Standort. An der Adam-Opel-Straße werden ein Hochregallager, eine Produktionshalle und ein Bürogebäude entstehen. Ende Januar 2011 soll dort der Betrieb aufgenommen werden.
Mit dem Neubau unterstreicht die Steelline-Geschäftsführung die Treue zum Standort Plettenberg. „Wir haben hier und in der Region viele Kunden“, erklärt der aus Stuttgart stammende Daniel Mächtle, warum er sich vor neun Jahren für die Vier-Täler-Stadt entschied. Die beiden weiteren Geschäftsführer Brigitte Conrad und Christian Bieda stießen im Jahr 2005 dazu, stammen aus Wuppertal. Zusammen bilden die drei ein eingespieltes Team mit klar gegliederten Aufgabenbereichen. Mächtle ist für die Technik zuständig, Bieda für den Vertrieb; Brigitte Conrad leitet den Bereich Controlling/Finanzen.
Servicegedanken mit den Kunden leben
Den Geschäftserfolg sieht Bieda darin begründet, dass „wir den Servicegedanken mit unseren Kunden leben“. Steelline sei kein klassischer Händler, sondern biete von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb sozusagen das Rundum-Wohlfühl-Paket. Dazu gehören auch anwendungsspezifische Sonderlösungen und Sofortlieferungen. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, damit der Kunde seine Ware erhält“, beschreibt Bieda die Firmenphilosophie.
In der Unternehmenszentrale in Plettenberg – zukünftig an der Adam-Opel-Straße – befinden sich die Entwicklung und der Vertrieb. Darüber hinaus werden hier Kleinserien und kleine Stückzahlen für eine kurzfristige Markteinführung gefertigt. „Wir sind so aufgestellt, dass wir auch kleine Serien rentabel fertigen können“, erklärt Bieda. Für die Produktion von Großserien arbeitet Steelline mit zertifizierten Firmen in Polen, China und Taiwan zusammen.
Seine Kunden hat Steelline überwiegend in Deutschland. Für die nächsten Jahre ist der Ausbau des Exportanteils das Ziel. Dazu wird der neue Firmenstandort beitragen, an dem die Kapazität vergrößert werden kann. Dem entsprechend soll auch die Mitarbeiterzahl weiter steigen. „In der Endausbaustufe hoffen wir, 50 bis 60 Leute zu beschäftigen“, kündigt Christian Bieda an. „Wir werden den Vertrieb ausbauen und in den anderen Bereichen nachziehen.“ Kontrolliert und auf solider Basis soll Steelline weiter wachsen, immer in Bewegung bleiben.
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