Schwesterfirmen nutzen die Sonne
11.11.2011 | 20:53 Uhr 2011-11-11T20:53:00+0100
Plettenberg.Auf den Krankenhausdächern wird eine Photovoltaikanlage installiert. Bei dem 250 000-Euro-Projekt kooperieren die städtischen Tochtergesellschaften Krankenhaus gGmbH und Aqua Magis GmbH. Die Sonnenenergie wird direkt ins Stromnetz eingespeist.
Das Krankenhaus ist Verpächter der Dachfläche und unterstützt damit das Projekt zur Nutzung umweltfreundlicher regenerativer Energie. „Als kommunale Einrichtung übernehmen wir Verantwortung. Wenn wir damit Unterstützung leisten können und zudem noch die Umwelt schonen, ist es eine gute Sache“, begrüßt Barbara Bieding, Verwaltungsdirektorin im Krankenhaus, die schwesterliche Zusammenarbeit mit dem Aqua Magis.
Stadtwerke planen Klimaschutzbrief
Familiär wurde auch der finanzielle Teil der Kooperation verhandelt. 30 000 Euro zahlt die Aqua Magis GmbH als einmalige Pacht ans Krankenhaus. „Das liegt etwas über dem marktüblichen Preis“, erklärt Dr. Uwe Allmann, Geschäftsführer des Aqua Magis’ und der Stadtwerke. Allerdings böten die Dächer des Krankenhauses auch optimale Voraussetzungen: „Die Dächer sind unbeeinflusst von Schatten durch andere Aufbauten oder Häuser und sie besitzen eine tragfähige Statik. Hinzu kommt die bestehende Anbindung an die elektrische Infrastruktur.“
Durchschnittlich 105 000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr wird die Anlage aus Sonnenenergie gewinnen. „Das entspricht dem jährlichen Bedarf von circa 25 Einfamilienhäusern“, veranschaulicht Allmann diese Zahl. Der Strombedarf des Krankenhauses könnte damit allerdings bei weitem nicht gedeckt werden. 1,7 Millionen kWh/Jahr verschlingen die medizinischen Anlagen und der 24-Stunden-Betrieb.
Die „vielversprechende, zielstrebige Zusammenarbeit“ mache Appetit auf mehr, kündigt Allmann weitere Kooperationen zwischen Aqua Magis und Krankenhaus an. „Wir führen Gespräche über Synergien“, berichtet Bieding. Im Bereich Reha-Sport z.B. könnte das Krankenhaus mit dem Fitness-Studio Welcome zusammenarbeiten.
Beim Thema regenerative Energie bleibt Allmann ebenfalls am Ball. Die Stadtwerke könnten im nächsten Jahr zusammen mit der Sparkasse einen Klimasparbrief herausgeben, schildert er aktuelle Überlegungen. „Damit würden wir die Bürger beteiligen.“
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