Rektorenmangel: Kurzfristig keine Hilfe
08.06.2007 | 06:36 Uhr 2007-06-08T06:36:33+0200Plettenberg. (oso) Hubert Schulte, heimischer CDU-Landtagsabgeordneter, überbrachte bei der Bürgerversammlung im Hotel "Zum Freibad" eine Einladung zur Besichtigung des Düsseldorfer Landtags: Am 11. Dezember beginnt mit einem Frühstück die Besichtigungsto
Neben dem Bericht aus Düsseldorf mit Hubert Schulte legte Klaus Ising den Bericht aus dem Kreis vor, den er mit eindrucksvollen Zahlen über die Verteilung der 15 Millionen Euro Kreisumlage, die allein die Stadt Plettenberg zahlen muss, unterlegte. "Es fehlt Geld an allen Ecken und Enden": CDU-MdL Hubert Schulte machte deutlich, dass trotz sprudelnder Steuereinnahmen die finanzielle Situation des Landes angesichts des aufgehäuften enormen Schuldenbergs bedrohlich sei. "Es muss auch weiterhin beim Personal gespart werden", ging er auf das inzwischen erfolgreich installierte Personal-Einsatz-Management (PEM) ein. "Freigesetztes Personal kann so effektiv in anderen Bereichen eingesetzt werden", sieht Schulte die personellen Umstrukturierungen als wichtigen Baustein der Haushaltskonsolidierung.
Gerd Klaas, heimischer CDU-Kreistagsabgeordneter, forderte Hubert Schulte auf, die Region Südwestfalen stärker zu fördern. "Bisher ist viel Geld in das Ruhrgebiet gepumpt worden", forderte er eine Verteilung, bei der die Region Südwestfalen nicht länger benachteiligt wird.
Hubert Schulte versprach, sich für diese regionale Förderung einzusetzen. "Bisher ist viel Geld in das Ruhrgebiet geflossen - nicht immer mit sichtbaren Erfolg. Das ,Verpulvern' dieser Gelder haben wir gestoppt. Wir wollen die Kräfte in Südwestfalen bündeln", monierte Schulte die Förderung von Großprojekten, die von der SPD-geführten früheren Landesregierung zugunsten des Ruhrgebiets auf den Weg gebracht worden waren. Einig waren sich alle Beteiligten bei der anschließenden Diskussionsrunde über den Ausbau der Bildungspolitik, die Sprachförderung bei Kindern und den Ausbau von Kindertagesplätzen. Wilhelm Wicker beklagte die Situation an Plettenberger Schulen. "Allein drei Rektorenstellen sind nicht besetzt. Geeignete Kandidaten werden von den enormen Verwaltungsarbeit abgeschreckt", forderte Wicker die Übertragung solcher Verwaltungsarbeit auf andere Verwaltungskräfte. "Außerdem ist der finanzieller Anreiz, eine Stelle als Schulleiter anzunehmen, viel zu gering", stellte Wilhelm Wicker fest.
Hubert Schulte stimmte den Ausführungen zu, versprach allerdings, die Lehrerausbildung zu modifizieren. "Kurzfristig können wir allerdings keine Abhilfe schaffen", bedauerte Schulte eine Situation, die nicht nur für Plettenberger Schulen Gültigkeit hat. "Bei allem müssen wir im Auge behalten, dass wir jetzt erstmals wieder einen verfassungsgemäßen Haushalt vorlegen konnten und ab 2012 keine Neuverschuldung im Haushalt haben wollen", hat sich, so Schulte weiter, die CDU im Land ein eisernes Sparprogramm auferlegt.
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