Predigt vom "Jesus-Freak"
15.11.2009 | 19:25 Uhr 2009-11-15T19:25:00+0100
Plettenberg. Zum siebten Mal veranstalteten CVJM und EC die Jugendnacht „8 to 8”. Der zwölfstündige bunte Mix aus Musik, Sport, Kreativität, Gesprächen und gutem Essen lockte in der Nacht von Freitag auf Samstag knapp 500 junge Besucher in die evangelische Johanniskirche nach Eiringhausen.
Schon Minuten vor dem eigentlichen Beginn standen hundert Jugendliche vor den Kirchentüren. Angereist waren sie aus dem gesamten Märkischen Kreis und dem bergischen Land. Aber nicht nur die Besucher, auch das große Mitarbeiterteam sprühte vor Euphorie: „Das ist doch mal schön voll. Da haben sich alle Mühen der Vorbereitung echt gelohnt.” Über Monate hatte sich das weit verstreute Organisationsteam in Eiringhausen getroffen, um die Jugendnacht auf die Beine zu stellen.
Von der Punkszene zu den „Jesus Freaks”
In der bunt ausgeleuchteten Kirche mit großer Videoleinwand wurden die Gäste gleich zu Beginn aus den oberen Reihen mit Süßigkeiten „überschüttet”. „Schließlich war der 11.11. erst vor zwei Tagen”, fühlte sich eine jüngere Besucherin mit dieser Geste gleich an Karneval erinnert.
Zusätzlich versüßte die Gruppe iThemba den Auftakt zur langen Nacht. Die fünfköpfige Formation aus Südafrika heizte die Stimmung unter den jungen Menschen mit fröhlichem Tanz und Gesang an. Ein weiterer besonderer Gast war Martin Dreyer, der in den 1990er Jahren als Gründer der „Jesus Freaks” deutschlandweit bekannt wurde und schon bei Fernsehauftritten zu sehen war. In seiner Predigt ging der Kölner auf das Thema der Nacht ein: Vorurteile.
Der 44-Jährige weiß, was es heißt, mit Vorurteilen umgehen zu müssen: Leben in der Punkszene, früher drogenabhängig und ständig davon getrieben, in der Kirche etwas bewegen zu wollen, stieß er in der Vergangenheit nicht immer auf positive Reaktionen. „Wenn dir Leute erzählen wollen, dass du mit dem Satan verstrickt bist, obwohl du gläubiger Christ bist – das ist schon manchmal hart.” Der heute als Diplom-Pädagoge tätige Dreyer blieb trotz aller Vorurteile gegenüber seiner Person er selbst und schrieb „Die Volxbibel”, die weltweit zum Bestseller wurde.
Neben Sportangeboten wie Kistenklettern oder Fußball in der Sporthalle der nahen Hallenschule wurde musikalisch noch einiges geboten. Ob die fünf jungen Herscheider von den Beatapples mit ihrem deutschsprachigen Punkrock, die Bochumer Band Yeahbutnow, die Gruppen Behind the Noise oder Domingo – sie alle begeisterten durch starke Stimmen und prüften die alten Kirchenmauern auf deren Standfestigkeit.
Nebenan im Gemeindehaus standen Pizzabaguettes, Würstchen oder Crepes gegen den Hunger bereit. Angebote wie Tischkicker, Konsole oder Billard wurden genutzt.
Das Organisationsteam durfte mit seiner Arbeit zufrieden sein, denn das Besucherecho fiel durchweg positiv aus. Ob erstmals dabei oder Dauergast bei einer 8-to-8-Jugendnacht – alle freuen sich schon jetzt aufs nächste Mal.
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