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P-Weg-Rennen droht das Aus

27.11.2009 | 11:14 Uhr
P-Weg-Rennen droht das Aus

Plettenberg. Dem P-Weg-Marathon droht das Aus. Wie das veranstaltende P-Weg-Team gestern über eine Pressemitteilung verkündete, sei die für den 10. bis 12. September 2010 geplante sechste Auflage von Plettenbergs größtem Sportspektakel aktuell zumindest „stark gefährdet”.

Der Grund aus Sicht der P-Weg-Macher: Zwei Waldeigentümer, die sich zwischen Affeln-Birnbaum und Teindeln in einer Schlüsselposition befinden, verweigern konsequent ihre Zustimmung.

Sasse hält Vorstoß für „taktisch unklug”

Dabei würde es dem P-Weg-Team genügen, wenn wenigstens einer von beiden grünes Licht für Wanderer, Walker, Läufer und Mountainbiker gäbe. „Dann könnte die Fläche des anderen umgangen werden”, sagt Mitorganisator Kay Hömberg. „Beide zusammen aber sind ein unüberwindbares Hindernis.”

Einer der beiden Eigentümer ist die Stadt Neuenrade. Deren Bürgermeister Klaus-Peter Sasse habe sich der Meinung eines einzelnen Jagdpächters angeschlossen, so Hömberg. Demnach seien Waldwege allein den Eigentümern und Jägern vorbehalten.

Sasses Haltung verblüfft das P-Weg-Team, trugen doch in den vergangenen Jahren jeweils weit mehr als 100 Aktive sowie Helfergruppen und Sponsoren aus Neuenrade mit viel Engagement zum Gelingen des P-Weg-Marathons bei.

Sasse indes sieht sich nicht als Buhmann, ohne zu den Vorwürfen gestern konkret Stellung nehmen zu wollen. Gleichwohl hält er den öffentlichen Vorstoß des P-Weg-Teams für „taktisch unklug”. Schließlich sei man nach einem ersten „vertrauensvollen Gespräch” zwischen Waldbesitzern, Jagdpächtern, P-Weg-Team und Bürgermeistern aus beiden Städten mit der Absicht auseinander gegangen, dass jeder seine Position noch einmal überdenken und Alternativlösungen erwägen möge, um diese auf einem neuerlichen Treffen zu erörtern, „damit wir die Kuh endlich gemeinsam vom Eis kriegen”, so Sasse wörtlich. Bislang habe er vom P-Weg-Team allerdings keine Einladung zu einem zweiten Gespräch erhalten, für das er nach wie vor offen bleibe. Umso überraschter sei er daher vom jetzigen Vorpreschen des P-Weg-Teams über die Presse.

Waldbesitzer-Mehrheit gibt Einverständnis

„Die Mehrheit der Waldbesitzer steht hinter der Veranstaltung und hat bereits ein Einverständnis für die Veranstaltung 2010 gegeben”, schildert Hömberg den Stand der Verhandlungen. Doch wie in Vorjahren bereite dem P-Weg-Planern wieder der Streckenabschnitt zwischen Birnbaum und Teindeln Probleme. Nun solle den Sportlern auch die liebgewonnene Ausweichstrecke, die in diesem Jahr erstmals genutzt werden konnte, für 2010 nicht zur Verfügung stehen, weil die Stadt Neuenrade deren Nutzung verbiete.

Interessant: Auf Neuenrader Hoheitsgebiet ist die Stadt selbst Eigentümer der Waldwege, könnte also unabhängig vom Veto weniger Waldbesitzer bzw. Jagdpächter einer Nutzung für die P-Weg-Veranstaltung zustimmen. Auf Plettenberger Terrain gehören die Wege den jeweiligen Waldbesitzern.

Bernd Maus

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