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Neue Gemeindekonzeption liegt in erster Fassung vor

07.01.2008 | 17:25 Uhr

Plettenberg. Im Mittelpunkt der nächsten Versammlung der Ev. Kirchengemeinde Plettenberg im Frühjahr wird die Entwicklung der neuen Gemeindekonzeption stehen. Diese liegt nun in erster Fassung vor.

Geplant ist demnach, eine Pfarrstelle zu reduzieren und die Kirchengemeinde in drei Pfarrbezirke zu gliedern. Um eine Vakanz zu vermeiden, wird schon im Frühjahr 2008 das Verfahren zur Pfarrwahl eingeleitet. Wenn zum 1. Dezember 2008 auch Pfarrer Wolfgang Plaga in den Vorruhestand geht, soll eine Pfarrstelle aufgehoben werden.

Das Presbyterium hat auch die Verkleinerung der Gremienarbeit beschlossen. Die Presbyterwahl 2008 erleichtert diesen Weg. Die Zahl der Mitglieder im Presbyterium wird zum 30. März (Einführung der neuen Presbyter) von 28 auf 20 reduziert. Die Zahl der Presbyterstellen für das Oestertal wird von 6 auf 5 reduziert. Dies ist bedingt durch die kleinere Gemeindegliederzahl. Deshalb übernimmt Pastor Dietmar Auner zusätzlich die Begleitung des evangelischen Kindergartens, der Diakoniestation und des Matthias-Claudius-Hauses.

Innerhalb der Gremienarbeit wird es neben dem Presbyterium nur noch beratende Ausschüsse geben. Die Pfarrstelleninhaber und Presbyter des jeweiligen Bezirks sind verantwortlich für die Gemeindearbeit vor Ort. Die bisherige Gemeindesatzung tritt zum 30. März außer Kraft.

Mit der Gemeindekonzeption folgt die Ev. Gemeinde einem Beschluss der Landessynode 2005. Mit der Konzeption sollen sich die Gemeinden aktiv den heutigen Veränderungen stellen, ihren geistlichen Auftrag definieren, Ziele und Arbeitsweisen neu bestimmen.

Die vorliegende Fassung der Gemeindekonzeption ist vom Presbyterium, einem Perspektivausschuss und den drei Bezirksauschüssen entworfen worden. Sie soll mit allen sachkundigen Gemeindegliedern und Gemeindegruppen beraten werden. Abschließend wird die Konzeption dem Kreissynodalvorstand und dem Landeskirchenamt vorgelegt.

"Unsere Kirchengemeinde hat in den letzten 30 Jahren einen beachtlichen Wandel mitgemacht", sagt Presbyteriumsvorsitzender Pfarrer Auner. "Im Durchschnitt verliert unsere Kirchengemeinde aus demographischen Gründen jährlich rund 100 Mitglieder. Die Austritte spielen dabei nur eine Nebenrolle."

Zu den vielen Veränderungen gehörten unter anderem die Überführung des Matthias-Claudius-Altenheims, von zwei Kindergärten, der Friedhöfe oder der Diakoniestation sowie Umpfarrungen, der Verkauf des kirchlichen Anteils am Krankenhaus 2006 sowie erhebliche Reduzierungen des Personals in allen Bereichen. Seit dem 1. Januar 2007 ist die Ev. Pflegedienst gGmbH wieder zu 100 % im Besitz der Kirchengemeinde.

Der Hauptgottesdienst am Sonn- und Feiertag soll nach der Konzeption den Mittelpunkt allen geistlichen Lebens bieten. Die Jugendarbeit wird als zweiter Schwerpunkt der Gemeindearbeit gesehen. Deshalb werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zwei Jugendreferentenstellen für die kommenden fünf Jahre vorgehalten.

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