MVG steckt im Nadelöhr
07.01.2011 | 18:47 Uhr 2011-01-07T18:47:00+0100
Plettenberg.Zum 1. September 2010 hat die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) im hiesigen Südkreis eine umfangreiche Fahrplanänderung umgesetzt .
Dies mit dem Ziel, durch eine effizientere Vertaktung des Linienverkehrs Kosten zu sparen und Fahrgästen bessere Anbindungen auch an die Schiene zu bieten. Der erhöhte Busverkehr in engeren Zeitfenstern führt in der Plettenberger Innenstadt aber auch zu einem Problem, das sich zuspitzt, wenn wie jetzt hohe Schneehaufen die Straßen zu Nadelöhren werden lassen.
Der Busbahnhof Grünestraße als zentraler Umschlagplatz für den Personennahverkehr hat zum Teil haarsträubende Auswirkungen auf den Verkehrsfluss auf dem Maiplatz und in der Kaiserstraße. Ein Paradebeispiel dafür lieferte am Mittwoch um kurz nach 17 Uhr eine Szene in der Kaiserstraße.
Dort standen sich zwei MVG-Busse im Begegnungsverkehr gegenüber und kamen wegen der Schneehaufen und zum Teil abenteuerlich dazwischen geparkter Autos weder aneinander vorbei noch zurück.
Denn hinter jedem Bus hatten sich sofort lange Autoschlangen gebildet. Ehe dieses Verkehrsknäuel dank einer entschlossenen Initiative der beiden Busfahrer und auf der Fahrbahn wendender Autofahrer etwa 20 Minuten später entwirrt war, ging gar nichts mehr – nicht vorwärts, nicht zurück.
Wenn Schneeberge, rücksichtslos geparkte Autos oder Zulieferverkehr die Bedingungen in der Kaiserstraße zusätzlich erschwerten, sei eine Spitze erreicht, ist MVG-Sprecher Jochen Sulies über die besondere Situation vor Ort durchaus im Bilde.
Dafür eine probate Lösung zu finden, hält er dagegen für „Hexenwerk“. Eine (befristete) Einbahnstraßenregelung käme im speziellen Fall ebenso wenig in Frage wie eine grundsätzliche Entzerrung der neuen Vertaktung des Busverkehrs.
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