Märkisches Hernienzentrum öffnet
20.06.2007 | 09:12 Uhr 2007-06-20T09:12:10+0200Plettenberg. Teamwork zwischen Krankenhaus und niedergelassenem Arzt: Unter der Leitung von Dr. Frank Gregor Hacker (Krankenhaus Plettenberg) und Dr. Uwe Trauzettel (Medicenter Grafweg) nimmt das "Märkische Hernienzentrum" morgen offiziell in Plettenberg
Das "Märkische Hernienzentrum" hat zwei Standorte: das Krankenhaus Plettenberg mit der Chirurgischen Abteilung und das Medicenter Plettenberg am Grafweg 7 ("Ärztehaus"). In beiden Standorten wurden bislang schon Leisten- und Bauchwandoperationen durchgeführt - ambulante Operationen im Ärztehaus durch Dr. Uwe Trauzettel (rund 80 bis 100 Leistenbruch-Operationen, davon 90 Prozent minimalinvasiv seit 1994), und ebenso viele stationäre sowie ambulante Hernien-Operationen im Krankenhaus durch die Ärzte der Chirurgischen Abteilung.
Neu ist, dass beide Bereiche zukünftig stärker kooperieren, das heißt, dass unter anderem stationäre Hernien-Operationen auch durch Dr. Uwe Trauzettel, der von 1987 bis 1991 unter Dr. Heisler als Assistenzarzt im Krankenhaus tätig war, durchgeführt werden können.
Vorteile kommen vorwiegend den Patienten zu Gute
Vor allem Vorteile für betroffene Patienten verspricht man sich von der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Chirurgischen Klinik am Krankenhaus und dem niedergelassenen Kollegen im Medicenter. Für Patienten bedeutet dies, dass in Plettenberg sämtliche Methoden der Hernienoperation angeboten werden. Es kann von Fall zu Fall entschieden werden, welche Operation am geeignetsten für den jeweiligen Patienten ist.
Ziel des Zentrums ist es, einen durchgängig standardisierten Behandlungsablauf zum Wohle des Patienten zu sichern. Gerade für so genannte Risikopatienten soll die enge Zusammenarbeit eine bessere Versorgung gewährleisten. Der regelmäßige Austausch der Ärzte untereinander soll eine spezifische Betreuung des einzelnen Patienten garantieren.
Durch die Gründung des Hernienzentrums sollen sich die Wege für Operationsplanung und -durchführung ver-kürzen. Der Patient soll schnellstmöglich nach der Diagnose behandelt werden. Das bezieht sich auch auf eine fachgerechte und individuelle Nachbehandlung im Rahmen der Kassengesetze.
"Mit dem Hernienzentrum soll eine neue Form der Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhausbereichen in Angriff genommen werden, dessen Vorteile vorwiegend unseren Patienten zu Gute kommen", erklärte Barbara Bieding, Verwaltungsdirektorin des Plettenberger Krankenhauses. "Zwischen Krankenhaus und niedergelassenem Arzt soll eine reibungslose Kommunikation angestrebt werden, die durch die gemeinsame Tätigkeit im Krankenhaus erleichtert werden soll", so Bieding weiter.
"Auch qualitativ wird hier eine verbesserte Situation geschaffen, damit den zu steigernden Zahlen und der Standardisierung auch eine verbesserte Qualitätssicherung zu erzielen ist."
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