Lennetz nahm Notdienstbetrieb auf
27.01.2008 | 17:01 Uhr 2008-01-27T17:01:22+0100Plettenberg. (HH) "Eine gute Lösung", kommentierte am Samstag ein Patient den neuen Notdienst von niedergelassenen Ärzten am Krankenhaus.
Auf Initiative von "Lennetz", einem Zusammenschluss von 70 Ärzten und den Kranken-häusern Plettenberg und Alte-na, kann der ärztliche Not-dienst Mittwochs Nachmittags sowie an Wochenenden und Feiertagen jetzt im Kranken-haus in Anspruch genommen werden.
"Geraderaus, Zimmer 38" wies die Frau an der Pforte des Krankenhauses den ambu-lanten Notdienst-Patienten den Weg. Es herrschte regelrechter Andrang bei Dr. Michael Hauswald aus Herscheid, der den Lennetz-Notdienst am Samstag übernommen hatte. Als Vorteil des Notdienstes im Krankenhaus wird gesehen, dass Patienten das Haus problemlos finden.
Bisher war der ärztliche Notdienst unter den niedergelassenen Ärzten aufgeteilt. Daran ändert sich nichts. Neu ist, dass die ärztlichen Mitglieder des "Lennetz" ihren Notdienst nicht in der heimischen Praxis, sondern im Krankenhaus absolvieren. Hier steht dem niedergelassenen Arzt im Notdienst bei Bedarf die personelle und instrumentelle Infrakstruktur wie Labor, Röntgengerät, EKG etc. des Krankenhauses zur Verfügung. Die Krankenhausärzte sind bei Bedarf in den Notdienst eingebunden.
Aus Sicht der "Lennetz GmbH" führt die Notdienst-Lösung im Krankenhaus zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung. Die demografi-sche Entwicklung bei den nie-dergelassenen Ärzten führt in den kommenden Jahren zu einer Ausdünnung der wohn-ortnahen hausärztlichen Ver-sorgung. Trotz sinkender Ärz-tezahlen kann der Notdienst so auch weiterhin gewährleistet werden.
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