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Lehrschwimmbad kein Luftschloss

18.12.2008 | 18:19 Uhr
Lehrschwimmbad kein Luftschloss

Plettenberg. Die Vertreter von Schulen und schwimmsporttreibenden Vereinen hatten das Wort: Gestern konnten sie Stellung nehmen zu ersten Plänen für ein Lehrschwimmbad, wie es als Anbau am AquaMagis entstehen könnte.

Die Erörterung der Entwürfe, die Joachim Haselwanter als Architekt und Geschäftsführer des damit beauftragten Ingenieurbüros Thallessa (Innsbruck) in feinstem Tirolerisch vorstellte, verlief erfreulich sachlich. In exakt einer Stunde waren im Ratssaal alle Bedenken und Wünsche geäußert. Haselwanter notierte fleißig. Bis zum 8. Januar, wenn die Gesellschafterversammlung des AquaMagis eine Entscheidung treffen will, ob, wie und an welcher Stelle (Neubau in Böddinghausen oder Grundsanierung am alten Standort in Holthausen) gebaut werden soll, muss der Planer alle Wünsche in den Entwurf einfließen lassen, wirtschaftlich bewerten und im Detail durchrechnen. Der augenblickliche Kostenrahmen bewegt sich bei 900 000 Euro für einen von allen Seiten akzeptablen Kompromiss.

Nichts blieb gestern unerwähnt. Bürgermeister Klaus Müller als Moderator der Runde hatte leichtes Spiel, denn „Luftschlösser” blieben außen vor. Die Beteiligten konzentrierten sich auf ein reines Zweckbad für Schul-, Fitness- und Rehasport mit direkt angegliedertem Lagerraum. Behindertengerecht allemal, aber ein Therapiebad mit dazu notwendiger Technik gebe es schließlich im Krankenhaus, waren sich alle einig. Und Haselwanter betonte, dass jeder Quadratmeter mehr Wasserfläche im Schwimmbecken als „Herzstück” des Anbaus die Bau- und Folgekosten in die Höhe schießen lassen würde.

Wassertemperatur (Ausgangsbasis sind 30 Grad), Lagermöglichkeiten für Sportgeräte, Trennbarkeit vom öffentlichen Badbereich zur besseren Beaufsichtigung von Schulkindern, Sichtschutz, Wickelmöglichkeit fürs Babyschwimmen – alles kam zur Sprache. Denn eines war die Prämisse: Ein neues Lehrschwimmbad in Böddinghausen dürfe gegenüber dem alten in Holthausen nicht zur Verschlechterung der Bedingungen für die Nutzer führen.

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Bernd Maus

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