Krankenhaus für Zukunft gerüstet
19.05.2010 | 19:14 Uhr 2010-05-19T19:14:00+0200
Plettenberg.In seinem Bericht über das Krankenhaus dankte Geschäftsführer Michael Kaufmann den Mitgliedern des Fördervereins für den ideellen Beistand. Der Förderverein des Krankenhauses Plettenberg sei mit seinen über 1600 Mitgliedern einer der größten in NRW.
Dass Plettenberg ein echtes „Bürgerkrankenhaus“ habe, daran habe der Förderverein einen gewichtigen Anteil. Die Tatsache, dass ein Krankenhaus von den Bürgern selbst gekauft worden sei, würde vielerorts Staunen hervorrufen. Er sei nicht sicher, so Kaufmann, ob das Plettenberger Krankenhaus ohne dieses Engagement der Bürger überhaupt noch existieren würde.
Die Tendenz in der Landes- und Bundespolitik gehe wieder in Richtung Stärkung kleinerer Krankenhausstandorte. Gefahren für den Bestand sehe er derzeit nicht. Voraussetzung sei, dass „wir die Wirtschaftlichkeit des Hauses in den Griff bekommen“. So werde für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis angepeilt.
Um im Wettbewerb bestehen zu können, seien nicht mehr nur die klassischen Indikationen der Inneren Medizin und der Chirurgie ausschlaggebend, erläuterte Kaufmann. Ziel sei es, am Krankenhaus attraktive Niederlassungsmöglichkeiten für Fachärzte zu schaffen.
Palliativ-Abteilung
wird vorbereitet
Herausforderungen der Zukunft seien die Versorgung von Schlaganfallpatienten sowie von an Demenz erkrankten Patienten. Ein weiteres Projekt sei die Einrichtung einer Abteilung Palliativmedizin. Gemeinsam mit der Hospizbewegung werde an einem entsprechenden Angebot gearbeitet, so Kaufmann. Konkret bedeute dies die Einrichtung kleinerer Wohneinheiten mit medizinischer Ausstattung, um Patienten in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Dieses Projekt erfordere erhebliche finanzielle Anstrengungen.
Darüber hinaus soll neben verschiedenen Sanierungsarbeiten auch die Ausstattung des Küchenbereichs auf Vordermann gebracht werden. Ziel sei es, für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter ein attraktives und zeitgemäßes Speisenangebot zu bieten.
Bedauerlicherweise habe das Krankenhaus keine kassenärztliche Zulassung für die ambulante Behandlung von Patienten bei der Untersuchungen per Computertomograph (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), obwohl Geräte und Fachpersonal vorhanden seien. Blockiert werde die Kassenzulassung von einer Radiologin in Arnsberg, die zu einer Kooperation nicht bereit sei, kritisierte Kaufmann.
„Wir müssen unsere Leistungen zeigen und hohe Qualität beweisen“, betonte Kaufmann im Hinblick auf die Wettbewerbssituation im Lennetal. Abhängig sei das Krankenhaus natürlich von der Patientenzuweisung durch niedergelassene Ärzte, „die noch nicht alle ihren Frieden mit uns geschlossen haben“.
Bedauerlich sei die vom Krankenhausträger in Altena gekündigte Kooperation. Fakt sei aber: „Plettenberg braucht Altena nicht, aber umgekehrt sehr wohl.“ Kooperationen seien grundsätzlich zu begrüßen, dürften aber nicht dazu führen, dass ein kleines Krankenhaus Anhängsel einer großen Muttergesellschaft sei. Kaufmann verwies auf das Beispiel Werdohl/Lüdenscheid.
Der Krankenhauswettbewerb in der Umgebung werde dazu führen, dass das ein oder andere Haus früher oder später schließen werde. Kaufmann: „Plettenberg wird übrig bleiben.“
22:39
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22:39
Der Zauberberg könnte doch etwas für Krankenhausgeschäftsführer sein.
http://www.wz-newsline.de/?redid=754802
13:01
Der Krankenhauswettbewerb in der Umgebung werde dazu führen, dass das ein oder andere Haus früher oder später schließen werde. Kaufmann: „Plettenberg wird übrig bleiben.“
Wenn man die Voraussagungen dieses Geschäftsführers mit seinen früheren Voraussagungen über andere Krankenhäuser, in denen er als Geschäftsführer tätig war, vergleicht, so habe ich kein gutes Gefühl.