Knifflige Passage vor toller Kulisse
12.09.2010 | 21:24 Uhr 2010-09-12T21:24:00+0200
Plettenberg.Mal ‘ne Runde um den Pool drehen: Bester Laune präsentierten sich Sportler, Helfer und Zuschauer vor einer weiteren imposanten Kulisse der P-Weg-Strecken ab 42 Kilometer: Dem „Rundkurs“ über das Aqua-Magis-Gelände.
Am Samstag die Resonanz noch eher verhalten, war das Areal am Sonntag kaum mehr als Nebenschauplatz zu bezeichnen. Ein Blick auf die Parkflächen des Freizeitbades sprach Bände: Bis hinauf zum Schüler- und Lehrerparkplatz des Albert-Schweitzer-Gymnasiums war kein Stellplatz mehr zu haben.
Nach dem Massenstart der 700 42-Kilometer-Biker staute sich der Verkehr bereits im Hestenbergtunnel – die Besucher strömten vom Spektakel in der Innenstadt zum nächsten Anziehungspunkt. Mit Rasseln, Tröten, sogar einem Jagdhorn – kurzum allem, was Krach macht – säumten die Sportbegeisterten dichtgedrängt die Strecke.
Der Höhepunkt dabei bekanntermaßen die Gerüstbrücke der Firma Junior über das Außenbecken. Nach dem Probeaufbau vor einigen Wochen eine Sache von gut einem Tag, Stahlrohre und die schweren Sicherungsanker erneut zu errichten. „Wir haben etwa zwei Tonnen Material verbaut“, wusste Markus Blömeke-Reisener, Chef des Fitnessstudios des Aqua Magis im Böddinghauser Feld, zu berichten.
Alles andere als eine
Geschwindigkeitspiste
Vom Lennedamm kommend, ragten vor Läufern und Bikern an beiden P-Weg-Tagen irgendwann die verschlungenen Röhren des Freizeitbades auf und rückten näher.
Unter den Anfeuerungen der Zuschauer und der beiden Moderatoren Frank Schmidt und Holger Knittel querten sie das Gelände, passierten die Brücke und mussten eben einmal um das Außenbecken herumlaufen und -fahren, bevor die Route wieder auf den Lennedamm führte.
Gerade für Radfahrer war die Passage um das Becken herum alles andere als eine Hochgeschwindigkeitspiste. Die gepflasterte Fläche führt im haarscharfen 90-Grad-Winkel auf wenigen Metern Breite um das Becken – Abbremsen war Pflicht, genug Zeit für Durchhaltewünsche und anfeuernde Zurufe der Zuschauer. Mancher Radfahrer nahm die Passage zunächst in so hohem Tempo, dass er von der Rampe bis fast ans Ende der Brücke sprang.
Für Schaulustige bot das Team des Aqua Magis eine Party rund um den Sport, wie von den Organisatoren bezweckt: Musik und Verpflegung, dazu die ausgiebige Gelegenheit, mitlaufende, walkende, wandernde und radelnde Verwandte und Bekannte hautnah auf der Strecke zu sehen.
„Das Konzept ist ja mal sowas von aufgegangen“, freute sich Markus Blömeke-Reisener.
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