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Beschwerdestunde

„Kein Spielraum“ bei der Preisgestaltung

28.01.2012 | 00:00 Uhr
„Kein Spielraum“ bei der Preisgestaltung
Zur Beschwerdestunde hatte Aqua Magis-Geschäftsführer Dr.Uwe Allmann interessierte Bürger eingeladen.

Plettenberg.Viel Ärger hatte es gegeben in letzter Zeit ums Aqua Magis. Besonders die gestaffelten Eintrittspreise erzürnten die Besucher, deshalb ging Geschäftsführer, Dr. Uwe Allmann, in die Offensive und lud zu einer offenen Gesprächsrunde. Dabei zeigte sich: Auf die wesentlichen Fragen gab es keine zufriedenstellende Antworten.

Größtes Ärgernis ist wohl nach wie vor der erhöhte Eintrittspreis für Auswärtige. Immer wieder gab es dazu vorgestern Abend im Vorraum der Freizeiteinrichtung Nachfragen, obwohl die Geschäftsleitung immer nur eine Antwort hatte: „Die Preispolitik ist Angelegenheit der Geschäftsführung und des Rates. Es tut uns leid, doch wir haben hier keinen Handlungsspielraum.“ Das gab es sogar schriftlich, denn zu Beginn der Gesprächsstunde hatte Allmann ein Papier verteilen lassen, auf dem unterschiedlichste Fragen und Kritikpunkte, aber auch die Antworten dazu nachzulesen waren.

„Wir sind eine Tochtergesellschaft der Stadt, da hat der Rat das letzte Wort“, fügte Allmann hinzu. Er suchte nach Schlichtung: Man fahre ja „generell eine sehr moderate Preispolitik“ und da sei es schwer, gerade an Feiertagen „die notwendigen Umsätze zu generieren“. Er stieß aber damit auf so wenig Gegenliebe, dass Bärbel Keiderling als Ratsfrau der Grünen das Wort ergriff und betonte: „Die Geschäftsführung kann generell reinlassen, wen sie will“ -- und wohl auch zu welchem Preis. Der Gedanke eines Gastes, dass die Plettenberger das Bad ja über Steuern irgendwie mitfinanziert hätten, half auch nicht weiter. Das Ergebnis blieb unbefriedigend.

Vage Aussagen

Viele weitere Themen waren eher speziell, wurden vom Geschäftsführer aber dennoch ernst genommen und nach Kräften beantwortet, manchmal allerdings mit recht vagen Aussagen. So zum Thema der manchmal langen Warteschlangen an den Kassen („Es wird künftig eine dritte Kasse geben, die nach Bedarf geöffnet werden kann.“) oder zur anscheinend schwachen internen Informationspolitik („Wir bemühen uns, die Mitarbeiter über Regelungen besser zu informieren.“)

Es blieb ein schaler Nachgeschmack, denn der Spagat zwischen einem wirtschaftlich arbeitenden Betrieb und rundum zufriedenen Kunden konnte auch an diesem Abend nicht gelingen. Zumindest hatte man sich bemüht, mit dem Beschwerdepapier auf alle Kritikpunkte einzugehen. 100-prozentige Zustimmung war dabei einfach nicht zu erwarten.

Kai Pottgießer

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