Immer noch Steine auf dem P-Weg
11.03.2011 | 00:00 Uhr 2011-03-11T00:00:00+0100
Plettenberg.Die ersten Sonnenstrahlen und steigende Temperaturen lassen Mountainbiker, Läufer, Walker und Wanderer bereits „mit den Hufen scharren“. Sie alle stehen in den Startlöchern und warten ungeduldig auf Grünes Licht für den 7. Internationalen P-Weg-Marathon. Ob Plettenbergs alljährlich größtes Sportspektakel mit rund 2500 teilnehmenden Sportlern an drei Tagen tatsächlich wie geplant vom 9. bis 11. September über die Bühne gehen kann, entscheidet sich aber frühestens in der nächsten Woche.
„Für die Ultrastrecken der Läufer und der Radfahrer liegen uns für den Bereich zwischen Selscheid und Wiehardt noch Steine im Weg“, erklärt Michael Schröder vom veranstaltenden P-Weg-Team. Für eine letzte strittige Wegführung für die kurzen Strecken in der Nähe des Grävinglöh wurde dagegen gestern nach einem Gespräch zwischen Bürgermeister Klaus Müller und einem Grundstückseigentümer eine Lösung gefunden. „Die kurze P-Weg-Strecke ist damit nicht mehr gefährdet“, atmete Schröder erleichtert auf. Für die Langstrecke hofft das P-Weg-Team, in der nächsten Woche eine geeignete Alternativlösung präsentieren zu können.
Euphorie im Team
erhielt Dämpfer
Nachdem ein Großteil vom P-Weg-Marathon betroffener Waldeigentümer schnell und unbürokratisch sein Einverständnis erklärt hatte – überwiegend sogar pauschal für eine Drei-Jahres-Frist –, hatten die Organisatoren noch vor Monatsfrist euphorisch behauptet: „So weit wie diesmal waren wir in der Vorbereitung noch nie.“ Doch erhielt der Optimismus im P-Weg-Team mal wieder einen Dämpfer, weil sich die Klärung einzelner „Problemfälle“ wie in Vorjahren wie Kaugummi zieht.
Jens Stederoth hat sich nach der 6. Auflage 2010 aus persönlichen Gründen aus dem P-Weg-Team zurückgezogen. Stederoth war seit der Erstauflage des P-Weg-Marathons im Jahr 2004 dabei, zuletzt mit dem Aufgabenschwerpunkt im Sponsoringbereich.
Damit besteht das P-Weg-Team aktuell nur noch aus 13 Mitgliedern. Einige etablierte Helfer aus dem direkten Umfeld haben sich aber dazu bereit erklärt, künftig mehr Verantwortung zu übernehmen, so dass viele Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden können.
Trotz aller Unwägbarkeiten peilen die Verantwortlichen die Öffnung der Online-Meldeliste (www.p-weg.de) für April an. Bis dahin sollen alle technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich ein Server-Absturz wie im Vorjahr, als der Computer unter der Last von Hunderten gleichzeitig eingehender Meldungen schlicht zusammenbrach, nicht wiederholt.
So wenig wie das P-Weg-Team Tücken in der Vorbereitung ausschließen kann, so sehr können sich die „Marathon-Macher“ offenbar auf ihre Sponsoren verlassen. „Die meisten der treuen P-Weg-Sponsoren haben uns ihre Unterstützung bereits fest zugesichert. Und es haben sich schon erfreulich viele neue gemeldet“, weiß Schröder.
Falls die 7. Auflage steigen sollte, führt die Strecke auf jeden Fall wieder über das Aqua-Magis-Gelände in Böddinghausen, auf dem bei der Premiere im Vorjahr viele Fans eine ausgelassene Party feierten. Schröder: „Ehe das Außenbecken überdacht wird, sollen die P-Weg-Sportler einfach noch einmal das Rennen überm Wasser genießen.“
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