Heiße Diskussion um Vorstoß des P-Weg-Teams
27.11.2009 | 18:34 Uhr 2009-11-27T18:34:00+0100
Plettenberg. Die Ankündigung des P-Weg-Teams, das die Veranstaltung P-Weg-Marathon vor dem Aus stehe, hat eine gegensätzliche Diskussion angestoßen. Auf der Internetseite des P-Weg-Teams (www.p-weg.de) häufen sich die Kommentare im Gästebuch.
„Die Einstellung von Neuenrade und Affeln zum Plettenberger P-Weg sollte alle Plettenberger dazu bewegen, Veranstaltungen in Neuenrade oder Affeln wie Weihnachtsmarkt, Bauernmarkt, Kürbismarkt etc. nicht zu besuchen”, ruft Martin zum Boykott der Nachbarstadt auf.
„Dass sich jetzt eine ganze Stadt quer stellt und nicht eine Privatperson, ist schon erstaunlich”, findet ein Gast und bezeichnet dies als „starkes Stück”. Eine Unterschriftenaktion regt ein weiterer Gast an, „um der Stadt Neuenrade zu zeigen, dass es den Sportler weh tun würde, wenn der P-Weg nicht stattfinden würde”.
Dirk möchte wissen, was die beiden angesprochenen Waldbesitzer stört: „Sind es Radfahrer, die nicht auf den Wegen bleiben, oder sind die Wege selbst so empfindlich? Ist es der Trainingsbetrieb (wie groß ist der denn eigentlich)? Ich fahre z. B. nicht extra in die P-Wälder zum Trainieren.”
Henning Wicker aus Plettenberg meldete sich per E-Mail bei der WR-Redaktion: „Die Aussage,dass die Waldwege allein den Eigentümern und Jägern vorbehalten sind und dass Sportler und Wanderer dort nicht hingehören, ist ja wohl der Hammer”, findet er und weist darauf hin, dass „zur Beseitigung der Schäden durch Kyrill erhebliche öffentliche Mittel u. a. in den Waldwegebau geflossen sind”.
Es gibt aber auch Kritik am öffentlichen Vorstoß des P-Weg-Teams. Carsten meint: „Ich habe den Eindruck, mit dieser öffentlichen Aktion, die ich für taktisch äußerst unklug halte, schadet ihr euch und uns mehr, als dabei gewonnen werden kann.”
„Bevor man zum Boykott gegen den Weihnachtsmarkt in Affeln aufruft oder sogar die Stadt Neuenrade oder einen einzelnen Waldbesitzer als Buhmann darstellt, sollte man vielleicht mal in Plettenberg sowohl im P-Weg-Team als auch in der Stadtverwaltung Nachforschungen anstellen, was schief gelaufen ist. Dazu wären sicherlich auch Gespräche mit den Neuenradern zu führen und die genauen Gründe für die jetzige Situation anzuhören”, regt ein Gast an.
Gegen einen Boykott wendet sich das P-Weg-Team: „Statt eines Boykotts ist sicher ein Dialog der bessere Weg. Vielleicht bieten die Weihnachtsmärkte in Affeln und Neuenrade die Gelegenheit, Überzeugungsarbeit für den P-Weg zu leisten!” Gerade mit dem Landmaschinenverein Affeln habe man gut zusammengearbeitet.
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