„Fest gestalten, zu dem die Leute gern gehen“
14.02.2012 | 18:04 Uhr 2012-02-14T18:04:00+0100
Plettenberg. „Wir können im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit unserem Verein sein“, resümierte Alexander Käsebrink bei der Generalversammlung des Schützenvereins Landemert am vergangenen Samstag. „Hinter uns liegt ein harmonisches Jahr.“
Dennoch entbrannte eine hitzige Diskussion um die Gestaltung des Winterfestes. Bereits im vergangenen Jahr wurde auf der Generalversammlung der Wunsch nach anderer Musik laut. Die Band Biggesee Express erfülle nicht die Anforderungen aller Besucher. Weil es damals schon einen Vorvertrag mit den Musikern gab, waren sie auch in diesem Jahr für den musikalischen Rahmen des Winterfests verantwortlich. Am Samstag sollte erneut über das Thema abgestimmt werden.
Schnell stellte sich heraus: Das Problem ist weniger die Musik, sondern die geringen Besucherzahl. Das Fest verzeichnete in diesem Jahr mit etwa 150 Besuchern einen Negativrekord. Was tun? Andere Musik? Anderes Konzept? Die Veranstaltung absagen?
„Das Problem ist, dass viele Landemerter nicht auf das Fest kommen“, wurde eine Stimme aus dem Plenum laut. Stattdessen führen die Leute zu anderen Veranstaltungen. „Eigentlich ist es die Pflicht der Vereinsmitglieder zum Winterfest zu gehen.“
Eintritt soll frei bleiben
Jugendliche gaben zu bedenken, dass die Musik tatsächlich nur bedingt ihren Geschmack getroffen habe. „Die Musiker sind auf unsere Wünsche ein bisschen eingegangen“, sagte Marvin Schauerte, Sprecher der Jugendabteilung. „Leider aber nicht genug.“
Der finanzielle Aspekt: Entschiede sich der Verein für eine teurere Band, müsste er Eintritt verlangen. „Das wäre aber ein Grund, der Besucher abschrecken könnte“, so die Meinung vieler Mitglieder.
Also das Winterfest vielleicht ganz absagen? Reinhard Lepper, bis Samstag Geschäftsführer im Bereich Finanzen des Vereins, wollte davon nichts hören. „Mit dem Fest machen wir einen guten Gewinn. Das Fest ist lebenswichtig für den Verein.“
Nach einigem Hin und Her entschieden sich die Schützenbrüder einstimmig für einen Vorschlag von Dirk Thomée: Das Winterfest 2013 soll auf einen Termin außerhalb des Hülschotter Karnevals gelegt werden. Außerdem soll die Musikband im Vorfeld über die Musikwünsche der Jugendlichen unterrichtet werden. Der Eintritt zum Winterfest soll kostenfrei bleiben und jedes Mitglied des Vereins in seinem Bekanntenkreis Werbung. „Damit wir ein Fest auf die Beine stellen, zu dem die Leute gern gehen. Und nicht, weil sie sich gezwungen fühlen“, so Thomée.
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