Breite Unterstützung
05.04.2010 | 19:00 Uhr 2010-04-05T19:00:00+0200Plettenberg. Der P-Weg-Marathon: Eine Veranstaltung von Plettenbergern für Plettenberger. Nicht allein die Sportler stehen hinter diesem Massen-Spektakel.
Im Rahmen ihres zehnjährigen Bestehens überreichten Mitglieder des Ärztehauses am Grafweg, Dr. Albrecht Kauert und Dr. Malte Vieregge, einer Abordnung des P-Weg-Teams einen dicken Stapel Listen mit Unterschriften, die sie zur Unterstützung des P-Weg-Marathons unter ihren Patienten gesammelt hatten.
Auch wenn mit der nun möglich gewordenen Durchführung des P-Wegs die Intention für diese Aktion genommen wurde, freute sich das P-Weg-Team über die insgesamt 2228 Stimmen – Unterstützung und Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit.
Mit Respekt begegnen
Michael Schröder: „Es tut gut, so viele Menschen hinter sich zu wissen. Es war wichtig für das Team, dass so viele Menschen mit ihrer Unterschrift zeigen, dass der P-Weg für Plettenberg und für sie selbst bedeutend ist.”
Kauert und Vieregge wollten mit ihrer Aktion ein Statement abgeben für Plettenberg. „Was können wir für Plettenberg tun und wie stellen wir uns als Ärztegemeinschaft dar?”, so Dr. Albrecht Kauert. Im Zuge der schwierigen Situation zur Konfliktlösung zwischen den Organisatoren des Marathons und Waldbesitzern entschlossen sie sich zu einer Unterschriftenaktion. „Weil etwa 70 Prozent der Teilnehmer Plettenberger sind, haben wir das Sammeln von Unterschriften als guten Rückhalt empfunden. Die meisten Unterzeichner sind Zuschauer und Helfer, aber auch Jagdbesitzer haben unterschrieben.” Vieregge: „Die Bedenken der Waldbesitzer und Jagdpächter gehen dabei nicht gegen das Ereignis als solches, sondern gegen das wilde Treiben zur Nacht und in der Region, wenn beispielsweise Biker unter einem Hochsitz hersausen oder ohne Vorwarnung an Menschen und Tier vorbeipreschen. Es geht gegen Leute – eben Einzelfälle _ die sich undiszipliniert und nicht wie wie Sportler verhalten.”
Dafür wurde der so genannte Ehrenkodex erarbeitet, im Internet aufgeführt ist, so Michael Schröder. „Wir stehen im Dialog mit allen Beteiligten, erwarten aber auch die Bereitschaft zum Kompromiss. Wir appellieren an alle Waldeigentümer und Waldnutzer, freundlich aufeinander zuzugehen und Verständnis für die Belange des jeweils anderen zu entwickeln sowie sich respektvoll zu begegnen.”
Auf die Frage, ob es fortan jedes Jahr so schwierig für das Team würde, die Zustimmung der Waldbesitzer einzuholen, konnte Schröder erfreut antworten, dass von 133 Waldbesitzern bereits 50 Prozent ihr Ja für drei Veranstaltungen gegeben hätten.
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