Bei fünf Familienzentren ist Schluss
16.02.2010 | 22:15 Uhr 2010-02-16T22:15:00+0100Plettenberg. Das Themenfeld Kindergarten wird in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 24. Februar (17 Uhr, Rathaussaal), breiten Raum einnehmen.
Es wird um die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2010/11 gehen, um die Höhe der Elternbeiträge und um die Auswahl einer fünften Tageseinrichtung für Kinder, die zum Familienzentrum entwickelt werden soll.
Weitere Plätze für Zielgruppe U 3
Laut Sitzungsvorlage wird es in den zwölf Einrichtungen im Stadtgebiet im nächsten Kindergartenjahr 780 Plätze in 35 Gruppen geben, darunter sechs städtische Kindergärten mit 15 Gruppen. Damit sei der Bedarf für 3- bis 6-jährige Kinder mit Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz stadtweit gedeckt, heißt es.
Für die U-3-Kinder seien 80 belegte Plätze vorhanden, die vom Land mit Pauschalen gefördert werden sollen. Weitere Plätze für eine U-3-Betreuung stünden zur Verfügung, weil nicht alle Kindergartenplätze für 3- bis 6-Jährige belegt seien. Gleichwohl sollen weitere Plätze für die Zielgruppe U 3 geschaffen werden, da die Nachfrage dafür weiter steige. Nach den Investitionsförderrichtlinien des Landes beträgt der Fördersatz bei Neubaumaßnahmen inklusive Ersteinrichtung dafür 90 Prozent, allerdings begrenzt auf maximal 20 000 Euro pro Platz.
Bekanntlich soll das Familienzentrum Oestertal um zusätzlich zehn U-3-Plätze erweitert werden; der Bewilligungsbescheid des Landes liegt vor. Darüber hinaus hat die Verwaltung bereits den Antrag gestellt, den Ev. Kindergarten an der Lehmkuhler Straße um zehn Plätze zu vergrößern. Diese Baumaßnahme soll im nächsten Jahr umgesetzt werden. Je weitere zehn Plätze sollen in den Jahren 2012 und 2013 im DRK-Kindergarten Ohle sowie in den Kath. Kindergärten Stadtmitte und Eiringhausen entstehen.
Eine kontroverse Diskussion zeichnet sich im Blick auf die Erhebung von Elternbeiträgen ab. Hier hat die CDU bereits angekündigt, gegen die beabsichtigte Absenkung der Beitragsfreiheitsgrenze von bislang 37 500 auf künftig 30 000 Euro Jahreseinkommen der Eltern zu stimmen, wovon sich die Verwaltung Mehreinnahmen verspricht.
Der Ev. Kindergarten Eiringhausen begab sich bereits 2006 als Pilotprojekt auf den Weg zum Familienzentrum. Inzwischen nahmen auch der städtische Kindergarten Ernst-Moritz-Arndt-Straße (2007) und der städt. Kindergarten Oestertal (2008) die Zertifizierungshürden zum Familienzentrum; aktuell befindet sich der Ev. Kindergarten Stadtmitte in der Zertifizierungsphase.
In der Bewerbungsschleife steht für 2010 der DRK-Kindergarten Ohle. Die Verwaltung empfiehlt dem Jugendhilfeausschuss, dafür grünes Licht zu geben, da es sich um die größte Kindertageseinrichtung in Plettenberg handele und eine solche Entscheidung auch der Trägervielfalt vor Ort Rechnung tragen würde.
Weitere Familienzentren wird es danach in Plettenberg so schnell nicht geben. Denn das NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration hat der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass eine Ausweitung des Kontingents von fünf Tageseinrichtungen, die im Jugendamtsbereich Plettenberg gefördert werden können, „leider nicht möglich” sei.
0mitdiskutieren