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Firma Güde

Arbeitsplätze für sechs Behinderte

19.04.2011 | 00:00 Uhr
Arbeitsplätze für sechs Behinderte
Die Firma Güde schafft zwei neue barrierefreien Maschinen für die Verpackungsabteilung an , die auch von Behinderten bedient werden können. Sandra Koschik und Desirée Steiner arbeiten an einer der bereits vorhandenen Anlagen.

Plettenberg.Die Güde GmbH im Gewerbegebiet Köbbinghauser Hammer beabsichtigt, die Zahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung im Unternehmen von vier auf sechs zu erhöhen. Unterstützung erhält die Firma dabei vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Der LWL unterstützt die Güde GmbH mit 120 000 Euro dabei, in Plettenberg eine Integrationsabteilung aufzubauen, in der sechs Menschen mit Behinderung und bis zu weitere 20 Beschäftigte arbeiten sollen. Das hat der LWL-Sozialausschuss in Münster beschlossen.

„Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – das geht. Integrationsabteilungen schaffen für Menschen mit Behinderung eine Möglichkeit, sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu behaupten und so den Inklusionsgedanken umzusetzen“, erklärte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning.

Führender Hersteller
von Federringen

Die Güde GmbH zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Federringen, Drahtbiege- und Stanzteilen, die in der Automobil- und in der Elektroindustrie sowie im Maschinen- und Waggonbau verwendet werden. Die Güde GmbH will die Versandabteilung, in der Güter gewogen, verpackt und versendet werden, in eine Integrationsabteilung umwandeln. Die Menschen mit Behinderung werden aus den Märkischen Werkstätten in Lüdenscheid in die Integrationsabteilung wechseln und in erster Linie Verpackungsaufgaben übernehmen. Der LWL unterstützt den Kauf der erforderlichen neuen Verpackungsanlage.

Info
Der Landschaftsverband

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13 000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region.

Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung.

Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden.

Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL.

Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der von einem Parlament mit 101 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert wird.

„Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit den Märkischen Werkstätten zusammen“, erklärt Unternehmer Friedhelm Güde. Statt Teile zur Verpackung nach Lüdenscheid zu geben, hat er vor einigen Jahren Mitarbeiter der Werkstätten in seine Firma übernommen. „Das sind gute Leute“, ist er überaus zufrieden mit ihnen. Die neue Anlage wird jetzt bestellt und im Herbst in Betrieb genommen. Dann finden zwei weitere Menschen mit Behinderung Arbeit in Köbbinghausen.

Der Westen

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