Angler lehnen Vorgaben ab
12.02.2012 | 12:48 Uhr 2012-02-12T12:48:00+0100
Plettenberg.Die Plettenberger Maipiere finden sich mit der Änderung des Landschaftsplans Nr. 1 „Plettenberg – Herscheid – Neuenrade“ nicht ab. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Gasthof Käsebrink stellte das Führungsduo Bernd Brieseck und Egbert Rudolfi ein Einspruchschreiben an die untere Fischereibehörde Märkischer Kreis vor.
Die Änderung erweitert bestehende Schutzzonen und sieht für die Gebiete der Lennekurve „Auf dem Pütte“ sowie den Lennealtarm „Humme“ nahe Siesel vor, die künstliche Besetzung mit Fischen und die Beangelung des Gewässers zu verbieten.
Der Vorstand sucht nun das Gespräch mit der Behörde und Biologen, um einen Kompromiss zu erzielen. „So nehmen wir das nicht hin“, bekräftigte Brieseck. Seit 1936 bewirtschafte der Verein die Lenne an diesen Stellen und betreibe seither auch Naturschutz. „Wir sind selber Naturschützer, ohne das an die große Glocke zu hängen“, so der Vorsitzende, wenn die Maipiere nicht wären, wären überhaupt keine Fische da.
Aus Sicht des Vereins steht die Nutzung der Lenne als Angelgebiet nicht im Widerspruch zu den im Landschaftsplan genannten Schutzzwecken. Der Vorstand möchte daher bei einer Ortsbegehung mit Sportfischern, Beamten und Experten die Lage erörtern. Denn: „Im konkreten Einzelfall ist zu prüfen, ob und inwieweit Einschränkungen der Fischerei notwendig sind“, verweisen die Maipiere auf einen Paragraphen des neuen Landschaftschutzgesetzes. Eine solche Absprache sei bisher nicht erfolgt.
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