Zweikampf mit Benni
27.03.2009 | 17:51 Uhr 2009-03-27T17:51:00+0100Jahreszeiten-Reihe: Roger-David Sommer macht seinem Namen alle Ehre und ist selten schlecht gelaunt.
Der Sommer steht in Oberhausen nicht nur für Sonne, Urlaub und gute Laune. In der Stadt steht der Name zudem für den Spiel und Spaß an Automaten. Schon im Jahr 1932 wusste Fritz Sommer, was einmal gefragt sein würde und gründete einen Automatenbetrieb, den Sohnemann Detlef Sommer später übernahm und noch heute führt.
Auch Roger-David Sommer trat in die großen Fußstapfen von Opa und Papa. Der 27-Jährige betreibt gemeinsam mit seinem Bruder Lee-Marc das „Super-Bowl” in Dinslaken, ein Bowlingcenter samt großzügiger Billard-Area, einer schmucken Sports-Bar sowie sämtlichen Automaten, die das Zocker-Herz höher schlagen lassen. Selbstverständlich allesamt aus dem eigenen Familienbetrieb, in dem er nebenbei auch noch tätig ist.
„Es war eigentlich klar, dass ich einmal in die Firma von meinem Vater einsteigen werde. Mit dem Bowling-Center in Dinslaken habe ich mir natürlich einen Traum erfüllen können”, erklärt der junge Geschäftsführer. „Das Wort Feierabend kenne ich zwar nicht mehr, doch es macht unglaublich viel Spaß”, fährt er fort.
Er selbst gibt an der Kugel nicht die schlechteste Figur ab. Mittlerweile hat er sogar gemeinsam mit seinen Mitarbeitern ein Team gebildet, das regelmäßig gegen andere Hobby-Bowlingmannschaften antritt. „Wir genießen natürlich immer den Heimvorteil”, sagt er und lacht.
Eine weitere große Leidenschaft gilt dem Fußball. Schon als Lütte stand er regelmäßig in der Emscherkurve des Stadions Niederrhein und feuerte seine Mannschaft an. „RWO ein Leben lang”, sagt der 27-Jährige stolz. Egal, ob Liga eins oder die Kreisliga - für einen anderen Verein wird er niemals die Daumen drücken.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ausgerechnet der Mannschaftskapitän des Zweitligisten zu seinen besten Freunden zählt. „Ich bin mit Benni Reichert schon zur Schule gegangen, es hat sich eine dicke Freundschaft entwickelt”, sagt Sommer. Gerne erinnert er sich an die packenden Zweikämpfe im heimischen Garten zurück, die er gegen seinen Kumpel führte.
„Zugegeben, Benni war mir meistens überlegen. Dafür hat er beim Bowlen keine Chance gegen mich”, sagt er und grinst.
Kein Wunder: Schließlich kickt Roger-David ja auch nicht wie sein Freund im bezahlten Fußball, sondern Sonntag für Sonntag im offensiven Mittelfeld beim Post SV Oberhausen in der Kreisliga A. Als „Classic-Sponsor” bei Rot-Weiß Oberhausen engagiert sich die Familie Sommer dennoch auch im bezahlten Fußball. „Wir fahren zu jedem Heimspiel. Die ganze Familie Sommer ist mit Leib und Seele dabei”, erklärt der Junior.
Ein großes Herz haben Roger-David sowie die Familie für Kinder mit Behinderungen. Minimum einmal pro Jahr laden sie die Kinder zum Bowling ein. „Dann ist jeder Wurf ein Treffer”, sagt Sommer.

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