Zwei Polizisten aus Oberhausen wurden nach Täuschungs-Vorwurf suspendiert
23.08.2011 | 18:13 Uhr 2011-08-23T18:13:00+0200
Oberhausen. Überraschende Wende im „Fall Knappenhalde“: Der angebliche Angriff auf zwei Polizisten war wohl vorgetäuscht. „Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, wird das Ansehen der Polizei Schaden nehmen“, so der Vorsitzende der Oberhausener Polizei-Gewerkschaft.
Wochenlang hat die Polizei ermittelt, um den vermeintlichen Überfall auf zwei Beamte an der Knappenhalde in Oberhausen am 14. Juni aufzuklären. Jetzt liegt ein erstes Ergebnis vor: Die Straftat war offenbar vorgetäuscht. Die Folge: Die beiden Beamten, die scheinbar an jenem Dienstagabend Opfer unbekannter Schläger geworden sind, wurden vom Dienst suspendiert, bis die Einzelheiten dieses Falles geklärt sind.
Weder die Staatsanwaltschaft Duisburg noch die Oberhausener Polizei waren am Dienstag zu detaillierteren Stellungnahmen bereit. „Wir stehen erst am Anfang der weiteren Ermittlungen“, so Oberhausens Polizeipressesprecher Johannes Paus. Auch Detlef Nowotsch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg, gab sich bedeckt: „Die Motivforschung läuft noch. Wir können und wollen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sagen.“
Es ist unklar, ob die Polizisten überhaupt verletzt waren
Zur Erinnerung: Die beiden nun suspendierten Polizeibeamten hatten behauptet, sie seien am Abend des 14. Juni von unbekannten Tätern attackiert und verletzt worden. Angeblich soll ein nicht zu identifizierender Zeuge die beiden angeblichen Opfer auf einen möglichen Drogendeal an der Knappenhalde hingewiesen haben. Als sie dort eintrafen, seien sie unvermittelt angegriffen worden, erzählten die Polizisten. Beide Beamte kamen ins Krankenhaus. Damals hieß es, dass sie erhebliche Verletzungen erlitten hätten; einer von ihnen lag sogar kurzzeitig auf der Intensivstation .
Inzwischen ist unklar, ob die Beamten überhaupt Verletzungen erlitten haben. Staatsanwalt Nowotsch: „Wenn man mit angeblichen Schmerzen ins Krankenhaus kommt, wird man auf jeden Fall genau untersucht, um die Ursache zu finden.“
Um die Rätsel dieses Falls aufzuklären, wurde eine Ermittlungskommission eingerichtet, die jedoch vergeblich auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung wartete. Es gab weder eine Spur zum Tippgeber noch zu den Tätern oder dem Tatwerkzeug. Befragungen im Umfeld der Knappenhalde führten ebenfalls auf keine Spur. Polizei-Sprecher Paus sagte schon damals ausdrücklich: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Da der Überfall mit allen Begleitumständen offenbar vorgetäuscht war, wie nun herauskam, verstehe man auch, warum sich kein Zeuge gemeldet hat, gab Johannes Paus am Dienstag an. Die Ermittlungen, so Nowotsch, gingen jedenfalls intensiv weiter. Die Vernehmungen der beiden Beamten würden fortgesetzt.
Über Motive lässt sich derzeit nur spekulieren
Tatsächlich können alle Beteiligten über das Motiv bislang nur spekulieren: Wollte hier jemand eine Berufsunfähigkeitsrente erschleichen? Oder sollte eine andere Straftat vertuscht werden? Sollte sich der Vorwurf der Vortäuschung einer Straftat gegen die Beamten bestätigen, drohen ihnen laut Gesetz Haftstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen, erklärt Staatsanwalt Nowotsch.
Betroffenheit auch bei Volker Serve , Vorsitzender der Oberhausener Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, wird das Ansehen der Polizei insgesamt Schaden nehmen und die Arbeit der Beamten deutlich schwerer.“
Der möglicherweise nur vorgetäuschte Angriff hat auch Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf den Plan gerufen. „Wir beobachten die Vorgänge sehr genau, müssen aber die Ergebnisse des laufenden Ermittlungsverfahrens abwarten“, erklärte ein Ministeriumssprecher. Gleichwohl ist es in Düsseldorf ein offenes Geheimnis, dass im Innenministerium eine vorgetäuschte Straftat als Bärendienst an der gesamten NRW-Polizei gewertet würde.
21:50
Und dazu soll der Bürger Vertrauen haben?
Hat das jemals irgendwer gehabt?
Eine grossartige Strafe wird wohl nicht folgen, wie bei allen Ermittlungsverfahren wegen Verfehlungen der Polizei.
Traurig, dass ich meiner 10jährigen Tochter erzählen muss, dass man der Polizei z.B. beim Fussball besser aus dem Weg geht. Wenn die mal wieder Frustabbau betreiben............
Und nein................ich habe noch nie Fussballfans/Hooligans etc gezielt mit Pfefferspray auf Frauen und Kinder sprühen sehen - Polizisten schon.
21:18
Muss doch einfach zu ermitteln sein, ob die ne Verletzung hatten oder nicht.
20:44
heikom, nirgendwo steht das die Polizisten mit eingeschlagenen Schädel ins Krankenhaus kamen. Sie sind dort nur eingeliefert worden weil sie angegeben haben das sie Schmerzen haben.
Hier aus dem Artikel oben:
Inzwischen ist unklar, ob die Beamten überhaupt Verletzungen erlitten haben. Staatsanwalt Nowotsch: „Wenn man mit angeblichen Schmerzen ins Krankenhaus kommt, wird man auf jeden Fall genau untersucht, um die Ursache zu finden.“
20:35
#7 Genau diese Gedanken hatte ich nun auch!
Heimatschuss nannte man das früher.
Eine Schande, dass die (UN) Rechtsprechung solche Sachen seit ewigen Zeiten durchwinkt.
Man kann garnicht so viel essen, wie man k.......
20:19
Aus privaten Gesprächen mit Beamten verschiedener Beschäftigungsverhältnisse weiß ich seit Jahren, daß viele ständig davon träumen und nach einem Weg suchen, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, die Post/Telekom hat bei ihrer Privatisierung vor Jahren diesen Trend genährt, als angeblich viele noch sehr gesunde und knackige Beamte, teils um 40, durch ärztliche Gefälligkeitsgutachten in den heiß herbeigesehnten Ruhestand versetzt wurden, der Siegel berichtete damals darüber ...
19:49
Vielleicht sollte die Staatsanwaltschaft auch noch das Klinikum mit auf die Anlagebank bringen, schliesslich haben die ja Beihilfe geleistet. Da ja Tagelang einer der beiden auf der Intensivstation lag.
Und dadurch die Verletzungen noch dramatischer wirkten.
19:47
Vertrauensvoll ist sicher anders, bin ja gespannt wie es weitergeht.
19:40
Sie lagen nicht Wochenlang auf der Intensivstation,
jediglich einer der beiden und das kurzzeitig.
19:31
Mann Mann was kommt denn noch?
Nicht genug das bei der Feuerwehr Idioten als Brandstifter auftreten, nein jetzt hauen sich die Polizisten noch selber die Birne ein!
Und dazu soll der Bürger Vertrauen haben?
19:23
Klar Doch, die haben sich gegenseitig den Schädel eingeschlagen, um dann wochenlang auf Intensive Station zu liegen.
Da haben wohl paar Kollegen kein Bock mehr auf ermitteln sind doch eh nur Polizisten oder wer weiß vielleicht wissen die schon wer das war und wollen sie schützen, vielleicht haben sie denen einen Dicken Fisch angeboten. Aber es gibt noch ein andere Variante aber da sage ich lieber nix zu will ja nicht belangt werden wegen verleumdung.