Zwei Millionen Euro für Arbeitslose

Langzeitarbeitslosen soll mit dem Programm geholfen werden.
Langzeitarbeitslosen soll mit dem Programm geholfen werden.
Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Stadt will ein Bundes-Förderprogramm nach Oberhausen holen. Ziel ist es, Langzeitarbeitslose in der Innenstadt und Lirich in Arbeit zu bringen.

Oberhausen.. Die Stadt will Langzeitarbeitslosen in Alt-Oberhausen und Lirich eine Perspektive bieten – helfen soll dabei ein Förderprogramm des Bundes, für das sich Oberhausen nun beworben hat. „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (kurz BIWAQ) heißt es und hat sich zwei Punkte auf die Fahne geschrieben. Erstens: Arbeitslose, insbesondere langzeitarbeitslose Frauen und Männer über 26 Jahren, in Beschäftigung bringen. Zweitens: Dadurch die lokale Wirtschaft stärken. Rund zwei Millionen Euro beträgt die Fördersumme, der städtische Eigenteil liegt bei zehn Prozent – also bei knapp 200.000 Euro.

„Lokale Eingliederung in Oberhausen (LEO) - Beratung und Arbeit im Stadtteil“ will die Verwaltung die hiesige Umsetzung des Programmes nennen. Im Fokus stehen aufgrund des besonderen Handlungsbedarfs Langzeitarbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund und – in der Regel weibliche – Alleinerziehende. Neben der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und weiteren städtischen Stellen sind ebenfalls soziale Einrichtungen mit im Boot: die Kurbel – Katholisches Jugendwerk Oberhausen gGmbH, die Ruhrwerkstatt und das Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation (Zaq) beteiligen sich am Projekt.

Unter anderem soll ein Beratungszentrum für Arbeit, Gesundheit und Familie entstehen. Probleme, die in der Person und/oder im sozialen/familiären Umfeld des Arbeitslosen liegen, werden dort angesprochen. Daneben sollen die Teilnehmer für eine gesundheitsbewusste Lebensführung sensibilisiert und motiviert werden.

Urbaner Gartenbau

Eine wichtige Rolle soll dabei auch dem so genannten „Urbanen Gartenbau“ zukommen: Fachlich angeleitet sollen Teilnehmer an „Grünprojekten“ im Quartier arbeiten. Das soll helfen, Langzeitarbeitslose wieder zu aktivieren und zugleich das Wohnumfeld verbessern. Die Teilnehmenden werden durchgängig sozialpädagogisch begleitet, bei der Berufsorientierung und bei Bewerbungen unterstützt. Ziel ist eine Überleitung in Betriebspraktika und die Integration in den Arbeitsmarkt. Langzeitarbeitslosen Migranten soll ein Ansprechpartner zur Seite gestellt werden – auf der Basis eines bereits seit 2008 bestehenden Programms bei der Kurbel.

Insgesamt etwas mehr als 1200 Oberhausener sollen von den Maßnahmen profitieren – im April könnte es bereits losgehen.