Zuzahlung bei Medikamenten

Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss bei Arzneimitteln grundsätzlich zuzahlen. Es gibt aber auch Ausnahmen: „Nach Erreichen der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens beziehungsweise einem Prozent bei chronisch kranken Patienten können sich Versicherte von den Zuzahlungen befreien lassen“, sagt der Pressesprecher der Oberhausener Apotheker, Ulf Brenne.

Die Patienten müssen dazu einen Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. Dies ist bereits zu Jahresbeginn möglich, wenn sich absehen lässt, dass die Belastungsgrenze im Kalenderjahr erreicht wird. Die Befreiung jeweils nur für ein Kalenderjahr. Eine bisher geltende Befreiung muss daher für 2015 neu beantragt werden“, sagt Brenne. Kinder und Jugendliche sind dagegen grundsätzlich von der Zuzahlung befreit.

Bei Arzneimitteln belaufen sich die Zuzahlungen auf zehn Prozent des Preises, mindestens aber fünf Euro und höchstens zehn Euro. Beträgt der Preis eines Arzneimittels weniger als fünf Euro, sinkt auch die Zuzahlung auf diesen Betrag. Quittungen über Zuzahlungen stellen Apotheken aus.

Jeder kann im Internet ermitteln, wie hoch seine jährliche Belastungsgrenze für Zuzahlungen ist. Übersteigt der Eigenanteil diesen Betrag, kann bei der Krankenkasse eine Befreiung beantragt werden.