Züge für Raver auf dem Prüfstand

Nach einer trubeligen Anreise zum Elektro-Festival „Ruhr in Love“ diskutieren Veranstalter, Bundespolizei und Vertreter der Bahn bei der Nachbereitung darüber, ob der Weg zur Party mit zusätzlichen Zügen entlastet werden muss. Am Samstag hatten 48 000 Fans im Osterfelder Olga-Park zehn Stunden lang mit 400 Discjockeys gefeiert.

Die Anreise sorgte auf einigen Bahnverbindungen für erhebliche Probleme: Raver steckten in voll besetzten Zügen fest, manche öffneten die Türen und liefen auf die Gleise.

Die genauen Gründe dafür haben Ermittlungen der Bundespolizei konkretisiert. So musste ein Regionalexpress kurz vor dem Duisburger Bahnhof aus „bahnbetrieblichen Gründen“ halten. Reisende hätten dann die Notverriegelung der Türen betätigt und seien auf das Gleis gelaufen, so die Bundespolizei.

Konzept zur An- und Abreisehabe funktioniert

Es bildete sich auf den Schienen ein Rückstau. Fahrgäste hatten in den voll besetzten Bahnen über schlechte Luft und wenig Platz geklagt. Auch sollen in den Bahnwaggons Toiletten verschlossen oder defekt gewesen sein. Das konnte ein Bahnsprecher auf Nachfrage nicht bestätigen.

„Die Kapazitäten werden in der Nachbesprechung mit allen Beteiligten auf den Fall überprüft“, sagt Oliver Vordemvenne vom Veranstalter „I-Motion“ der Redaktion. Das Konzept zur An- und Abreise für das Elektro-Festval habe dennoch „sehr gut funktioniert“.