Zu wenige Gerichtsvollzieher arbeiten in Oberhausen

In Oberhausen gibt es zu wenige Gerichtsvollzieher, wie Joachim Busch, Direktor des Amtsgerichtes, in einem Bericht der NRZ bestätigt. Die Personalsituation ist sogar so knapp, dass die Amtsgerichte in Mülheim und Duisburg einige Bezirke von Oberhausen übernehmen mussten, damit die Arbeit erledigt werden kann.

Fehlen Gerichtsvollzieher, bedeutet das, dass Gläubiger länger auf die Ausführung ihrer Vollstreckungsaufträge und damit auf ihr Geld warten müssen. Ab dem 1. März soll sich die Situation etwas entspannen, da zwei neue Gerichtsvollzieher eingestellt werden. Der Grund für den bestehenden Engpass: Einige Stellen blieben unbesetzt, wenn Mitarbeiter in Pension gingen, weil lange Zeit nicht ausgebildet wurde. Die hiesigen Gerichtsvollzieher hatten 2014 durchschnittlich jeweils etwa 1300 Vermögensauskünfte abzunehmen sowie 760 Pfändungsaufträge, 400 Zustellungen und 120 sonstige Aufträge wie Auskünfte oder Ermittlungsmaßnahmen zu erledigen.