Zu teuer

Linie 105. Ich bin gegen diese 3 km neue Straßenbahnlinie. Eine Investition, die etwa 25 000 000 Euro pro km verschlingt (falls es am Ende nicht sogar teurer wird), ist allein schon unter monetären Aspekten völlig unsinnig. Die befürwortenden Argumente der Stoag bzw. der hinter ihr stehenden Lokalpolitiker ziehen nicht und lassen sich nicht stichhaltig belegen. Andere Städte stellen ihr Straßenbahnsystem in Frage (obwohl angeblich leistungsfähiger und attraktiver). Oberhausen hat das vor Jahren ja auch getan. Es ist zudem ziemlich unverschämt, den Bürgern - vom Kleinstkind bis zum Greis - einen Kostenbeitrag von nur 1,50 Euro pro Bürger als quasi Lappalie zu verkaufen. Richtiger wäre es, nur die eher geringe Zahl der tatsächlichen zusätzlichen Fahrgäste (im Vergleich zur bestehenden Buslinie) einzubeziehen. Ob es diese überhaupt geben wird, ist für mich fraglich. Wir werden sehen, ob da nicht ein zusätzliches Subventionserfordernis größeren Ausmaßes erwächst.

75 000 000 Euro zur Sanierung der teils sehr maroden Straßen in Oberhausen hätten einen Effekt, der wohl um ein vielfaches größer wäre, als diese geplante Linie 105 auf ihren 3 Kilometern. Und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht sondern auch unter Umweltaspekten, Verkehrssicherheit und Attraktivität der Stadt Oberhausen.

Leider kann ich im Gegensatz zur Stoag meine Meinung nicht im Stadtmagazin veröffentlichen. Ich hoffe aber, dass viele Bürger durch Gespräche untereinander dazu beitragen, diesen Unsinn der Linie 105 zu verhindern.