Zeit- Sprung

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it gerade einmal 18 Betten und zwei Diakonissen beginnt im September 1884 die Geschichte des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen (EKO). Heute, mehr als 130 Jahre später, verteilen sich 521 Betten und über 1000 Mitarbeiter auf zwölf Fachkliniken, drei Institute und sieben interdisziplinäre Zentren.

Am 18. September 1883 wurde der erste Grundstein für das EKO gelegt, das an der Ecke Hochstraße (die heutige Virchowstraße) und Arndtstraße entstand. Es sollte für eine bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung sorgen – die Einwohnerzahl Oberhausens, das erst zehn Jahre zuvor die Stadtrechte verliehen bekam, belief sich zu diesem Zeitpunkt auf etwa 20000.

Der Fotograf der historischen Aufnahme, die irgendwann in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre entstand, hat das EKO von Südwesten aus mit Blick auf die Ecke Hoch- und Arndtstraße aufgenommen. Zu sehen ist der Ursprungsbau des Krankenhauses sowie der Haupteingang. Das gesamte Gelände zwischen Hoch-, Falkenstein-, Arndt- und Lipperheidstraße gehörte zum EKO. Der Kamin rechts war Bestandteil des krankenhauseigenen Kesselhauses. Im Vordergrund sieht man Schienen – eine zweigleisige Straßenbahnstrecke führte damals über die Hochstraße.

An der Straßenecke steht zur Erfrischung der Passanten ein Trinkwasserbrunnen. Dem gegenteiligen Zweck diente das an die Begrenzungsmauer des Krankenhausgeländes angebaute Pissoir.

Heute ist an dieser Straßenecke der neu errichtete Haupteingang des EKO zu sehen. Eine Straßenbahn fährt zwar nicht mehr vorbei, über eine Bushaltestelle, an der zahlreiche Linien (unter anderem der SB 93) halten, ist jedoch weiterhin eine Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr gegeben. Repro/Foto: Kerstin Bögeholz