Zange und Säge zugleich

Nicht nur organisatorisch ist die Abholzung eine große Aufgabe, denn neben Stadt und OGM sind unter anderem auch noch die politischen Gremien und die untere Landschaftsbehörde an den Planungen beteiligt, sondern auch die eigentlichen Fällarbeiten gestalten sich durchaus als komplexe Angelegenheit. Die über Jahrzehnte gewachsenen Stämme winden sich teilweise wüst in Richtung der benachbarten Bäume und müssen in Rücksicht auf diese auch entsprechend sorgfältig abgeholzt werden. Auch deshalb hat die OGM an diesem Tag schweres Gerät in den Ruhrpark beordert: Ein spezieller Fällkran der Firma Enbergs aus Bottrop wurde extra nach Alstaden bestellt, um die Arbeiten noch möglichst schnell vor dem nahenden Frühjahr zum Abschluss bringen zu können. Dabei ist das Gerät Kran, Zange und auch Säge zugleich. „Unser spezieller Fällkran ist einer von nur vier Exemplaren deutschlandweit“, erzählt Marc Nottebeck, Forstwirtschaftsmeister des ausführenden Betriebes, und ergänzt: „Damit können wir schneller und präziser Arbeiten, als es normalerweise üblich wäre“.

Auch bei der OGM ist man überzeugt von den Fähigkeiten des gelben Ungetüms: „Normalerweise versuchen wir die meisten Arbeiten in Eigenregie durchzuführen, in diesem Fall musste aber zwingend ein Drittanbieter hinzugezogen werden“, erklärt Alexander Höfer, der aufgrund der effizienten Arbeitsweise auch finanzielle Vorteile für die stark belastete Stadtkasse sieht: „Wir müssen solch eine Maschine nicht vorrätig halten und haben auf der anderen Seite auch keinen hohen und langfristigen Personaleinsatz“.

Zusätzlich finanziert sich der Einsatz, zumindest zu einem kleinen Teil, auch selbst gegen: Die sogenannte Holzernte verbleibt beim beauftragten Unternehmen und wird nach Abschluss der Arbeiten mit den angefallenen Kosten schließlich als Gutschrift verrechnet.