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Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt

24.10.2012 | 14:00 Uhr
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Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
Ein Drittel der 17- bis 20-Jährigen hat schon mal Cannabis probiert. Doch harmlos ist die illegale Droge nicht.Foto: Matthias Graben

Oberhausen.   Cannabis-Konsum in Oberhausen ist weiter auf dem Vormarsch. Ein Drittel der 17- bis 20-Jährigen haben es schon einmal ausprobiert, harmlos ist die illegale Droge nicht. Mit dem Projekt "Realize it" will die Oberhausener Drogenberatungsstelle Jugendliche möglichst früh vor Drogenkarrieren bewahren.

Cannabis gehört nach wie vor zu den am häufigsten konsumierten Drogen . Das sagt Christian Sauter, der Leiter der Drogenberatungsstelle Oberhausen. Weil die Stadt die Jugendlichen möglichst früh vor Drogenkarrieren und Langzeittherapien bewahren möchte, gibt es das Projekt „Realize it“.

Seit 2009 bieten wir dieses Kurzinterventions-programm an “, sagt Sauter. Seit dieser Zeit ist die Zahl der Teilnehmer gestiegen, mittlerweile gibt es sogar eine Warteliste. „Das war anfangs nicht so“, erklärt Sauter. Gerade die jungen Konsumenten sollen mit „Realize it“ ja sofort aufgefangen werden, eben ohne Wartezeiten. „Die laufen uns sonst davon“, meint der Chef der Drogenberatung.

„Realize it“ ist kein spezielles Projekt der Drogenberatung, sondern vielmehr ein binationales, das in der Schweiz und Deutschland zunächst an einigen Standorten getestet wurde. 2008 dann führte man es flächendeckend in Deutschland ein für junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren. Denn der Cannabis-Konsum ist ein Problem. „Ein Drittel der 17- bis 20-Jährigen haben es schon mal probiert“, sagt Sauter. Für eine illegale Droge sei das eine hohe Zahl.

Was auch auffiele: der Mischkonsum. Wer früh mit Cannabis anfange, der kopple den Konsum mit Speed, Ecstasy und Alkohol. Dabei mache schon das Cannabis allein psychisch und physisch abhängig . „Entzugserscheinungen sind Schwitzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. „Gerade letztere sind auch bei Konsumenten gravierend“, weiß Sauter. Wer regelmäßig Cannabis rauche, hätte keine Tiefschlafphasen mehr. Die Leute seien permanent erschöpft.

Teilnehmer erfahren viel über sich

Viele Gründe also für „Realize it“, das aus fünf Einzelsitzungen in einem Zeitraum von zehn Wochen besteht. Doch ehe ein Jugendlicher an dem Programm teilnehmen darf, muss in der Sprechstunde der Beratungsstelle geklärt werden, ob er sich dafür eignet oder besser woanders aufgehoben ist. Eine Bedingung ist der hauptsächliche Konsum dieser Droge. „Die meisten ‘Realize it’-Teilnehmer sind zwischen 17 und 20 Jahre alt. Vier Fünftel sind männlich, ein Fünftel ist weiblich“, sagt Sauter.

Wer beim Projekt dabei ist und dran bleibt, der erfährt viel über die Droge, aber auch über sich selbst. Der führt ein Konsumtagebuch. Der steckt sich ganz individuelle kleine Nahziele und sein eigenes großes Hauptziel, etwa nur noch samstags zu kiffen. „Ziel des Programms ist es nicht, clean zu werden“, sagt Sauter.

Andrea Micke

Kommentare
30.10.2012
09:21
7:1
von DonMuh | #32

7:1 ist das Verhältnis zu Prohibition vs. Prävention!

Das bedeutet: Für 7 Euro Prohibition wird nur 1 Euro für Prävention ausgegeben!

(Quelle: Prof. Heino Stöver - Schildower Kreis)

Kosten der Drogenrepression ca. 3,8 Mrd. €! JÄHRLICH!

(Quelle: Prohibitionsuhr - Deutscher Hanfverband)

Richtige AUFKLÄRUNG statt VERBOTE und STRAFVERFOLGUNG!

29.10.2012
16:23
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von Westmeiderich1902 | #31

HALLO FRAU MERKEL,

ES IST BALD WIEDER WAHLZEIT.GEBEN SIE DAS HANF FREI , DANN BLEIBEN SIE AUF JEDEN FALL KANZLERIN,VERSPROCHEN. DAS WIRD DAS BESTE WAHLERGEBNIS DAS JE SEID BESTEHEN DER BRD ERZIELT WURDE UND WIEDER VERSPRECHE ICH IHNEN DAS...........

29.10.2012
13:53
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von wissenhilft | #30

Das Problem ist erkannt, Kurzintervention eine gute Sache, die Ursachen sind aber gesellschaftlicher Natur. In einem Land, in dem Alkohol und Nikotin legal sind und die höchsten Abhängigkeits- und Todesfallquoten aufweisen, ist Cannabis sicherlich das vornehmlichste Problem, das darf man nicht vergessen. Die Bigotterie, mit der hierzulande Abhängigkeit von legalen Drogen gefördert wird und gleichzeitig jegliche Prävention erschwert wird, ist grandios.
Übrigens:
„Ziel des Programms ist es, nicht clean zu werden“ hört sich komisch an, ist aber genau der richtige Weg. Nicht jeglichen Konsum verbieten und verteufeln, sondern einen vernünftigen Umgang lehren....das hilft Rauchern, Trinkern und eben auch Cannabiskonsumenten mehr als alles andere....

26.10.2012
19:55
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von sensemann0815 | #29

Ich war, rein Beruflich des öfteren auf Suchtpreventionslehrgängen, das Haschisch süchtig macht hat man uns dort verschwiegen.

1 Antwort
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von rapo | #29-1

ist ja auch Schwachsinn. Die Weltgesundheitsgesundheitsorganisation spricht bei Hanf von Gewöhnung, nicht von Abhängigkeit. Das passt aber weder dem Autor des Artikerls noch der Zeitung ins Konzept, oder sie begreifen den Unterschied nicht.

26.10.2012
11:09
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von Westmeiderich1902 | #28

Das macht dann Summa Summarum, Jährliche Kosten durch alkoholbedingte Krankheiten und Sterblichkeiten
24,4 Milliarden EURO, davon
- 8,4 Mrd. direkte Kosten alkoholbezogener Krankheiten und
- 16 Mrd. indirekte Kosten
-Jährliche alkoholbedingte Steuereinnahmen
3,4 Milliarden EURO
Hut ab dazu kommen noch die Kosten in Höhe von ca 3,5 Milliarden für die Drogenverfolgung ,Bekämpfung.Dazu kommen dann noch ca 17 Milliarden Euro die Deutschlands Raucher Jahr für Jahr verursachen usw
Bei der Legalisierung würde der Staat erstens Milliarden an Ausgaben sparen ,zweitens Milliarden an Steuern einnehmen können.Drittens ergeben sich mögliche
Steuereinnahmen zwischen ca. 550 Mio. Euro und
2,8 Mrd. Euro pro Jahr. Das betrifft ausschließlich die
zu erwartende direkte Cannabissteuer.„Das könnte ca. 3000 neue legale Unternehmen mit 13.500 bis 24.000 Angestellten ergeben. Diese werden allein mindestens ca. 47 Mio. Euro an Einkommensteuern und ca. 121,5 Mio o. Euro jährlich an
Sozialversicherung zahlen.

26.10.2012
10:28
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von Westmeiderich1902 | #27

Alleine gestern an dem Titel der Sendung BECKMANN ( Volksdroge Alkohol – Wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Sucht? ) konnte man wieder richtig schön erkennen welch verlogenes **** unsere Politbarone doch sind.

Trinken bis der Arzt kommt: Immer mehr Menschen wissen keinen Ausweg mehr aus Stress-Situationen und greifen regelmäßig zur Flasche – mit fatalen Folgen auch für Familie, Freunde und Kollegen. 2,8 Millionen Deutsche gelten als alkoholabhängig, zehn Millionen konsumieren täglich Bier, Wein und Spirituosen in gesundheitlich riskanten Mengen.IST DOCH NORMAL UND NICHT SCHLIMM IN DEUTSCHLAND.
Etwa 16.000 Alkoholtote pro Jahr,Werbeindustrie gibt jährlich etwa 890 Millionen Euro aus,Etwa 400.000 Arbeitsunfälle wegen Alkohol,17% der Straftaten werden unter Alkoholeinfluss begangen,Exzessiver Alkoholkonsum ist die dritthäufigste Todesursache,Etwa 2.200 Neugeborene sind durch Alkohol geschädigt,Gewalt und Autoaggression sind unter Alkoholeinfluss wahrscheinlicher.GEBT DAS HANF FREI.

26.10.2012
00:08
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von footballfactory | #26

„Ziel des Programms ist es, nicht clean zu werden“

;)

1 Antwort
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von Revenge | #26-1

Und was glaubst Du werden sie den Jugendlichen erzählen? Die Lügen die hier auch stehen ;)

25.10.2012
14:02
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von jaaaaaaaha | #25

von Tabak der jährlich circa 110.000 bis 140.000 tabakbedingten Todesfällen verursacht, oder Alkohol der jährlich circa 16.000 Menschen durch das Leben kostet.
Todesfälle durch den Konsum von Marihuana hat es noch nie gegeben!

Der Konsum von Marihuana macht physisch nicht abhängig!!!
Recherchiert in Zukunft bitte besser.

25.10.2012
13:59
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von jaaaaaaaha | #24

Prävention ist natürlich wichtig und Aufklärung unumgänglich.
Jedoch muss man sich einfach fragen in wie fern die Kriminalisierung von "Kiffern" Sinn macht dar alleine durch solche Verfahren eine Menge Geld ausgegeben wird.
Würde mann dieses Geld in die Prävention und Aufklärung stecken währe es wesentlich sinnvoller investiert.
Die Verfolgung von Menschen mit Kleinstmengen Marihuana macht keinen Sinn.
Zur Aufklärung: Wo mit sich keiner auseinanderzusetzen scheint, sind gefährliche Streckmittel im Marihuana, die eingesetzt werden, um das Gewicht und damit den Profit beim Verkauf von Marihuana zu steigern.
Diese sind meist aus Plastik und höchst gesundheitsschädlich. So ist es heute richtig gefährlich geworden, einen Joint zu rauchen.
Währe die Aufhebung der Kriminalisierung und eine vom Staat kontrollierte Herstellung nicht sinnvoller als das verschwenden von Steuergeldern???

Abgesehen von den verwendeten Streckmitteln steht der Konsum von Marihuana in keinem Verhältnis zum Konsum v

25.10.2012
12:48
Zahl  der  Hasch-Süchtigen  in Oberhausen steigt
von juergen_m | #23

Nicht zu fassen, lebt der Journalist in Oberhausen oder hinter dem Mond, nach dem was ich hier zu lesen bekommen hinter letzterem.

Lesen Sie doch hier nach was Sache ist:

http://www.democracydefined.org/clinicalfindings.htm

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