Wohnraum für junge Familien geschaffen

Foto: NRZ

Das Stadtentwicklungskonzept Oberhausen 2020 wurde im Oktober 2008 beschlossen mit dem Ziel, die Stadtteile aufzuwerten. Dazu wurden Projekte in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft, Arbeit, Umwelt, Verkehr, Versorgung und Infra-struktur erarbeitet und – teilweise – auf den Weg gebracht. Im Oberhausener Süden sind insgesamt 82 Maßnahmen vorgesehen, die diesen Teil der Stadt attraktiver gestalten sollen. Zum Vergleich: In Osterfeld sind es 29, in Sterkrade 112 Maßnahmen.

Nach einer Zwischenbilanz, die die Stadtverwaltung Ende 2014 vorlegte, sind im Oberhausener Süden bislang 28 Maßnahmen abschließend bearbeitet. Dazu gehören beispielsweise der Neubau der Brücke in Borbeck an der Ripshorster Straße, der 2009 abgeschlossen wurde. Damit wurde unter anderem eine Verbindung geschaffen von Borbeck nach Alt-Oberhausen.

Biotope sichern

In Alstaden konnte das Projekt „Ansiedlung junger Familien“ durch Neubauten an der Straße Im Sande realisiert werden. In den Dümptener Höhen wurden Grün- und Freiraumflächen gesichert, um langfristig die vorhandenen Vegetationsstrukturen zu sichern.

Zur Stärkung der Wirtschaft im Oberhausener Süden wurden im Gewerbepark Am Eisenhammer Flächen zur Ansiedlung von Betrieben bereitgestellt, die inzwischen vermarktet sind. An der Rosenstraße/Eschenstraße entstand neuer Wohnraum. Etliche Maßnahmen dienten der „Sicherung, Entwicklung und Neuanlage von Biotopverbunden und zur Verbesserung des Kleinklimas“ – beispielsweise am Läppkes Mühlenbach.

Die Stadtverwaltung bilanziert ferner, dass 36 der 82 Maßnahmen des Stadtentwicklungskonzeptes in Bearbeitung sind. Dazu gehört eine neue Nutzung des ehemaligen Babcock-Geländes an der Duisburger Straße. Hier, so die Stadtverwaltung, strebt der Eigentümer nach wie vor eine Verpachtung oder Vermarktung der Flächen an. Ein Projekt galt auch dem Läppkes Mühlenbach, den die Emschergenossenschaft renaturiert.

Acht Maßnahmen warten noch auf ihre Bearbeitung; darunter die vorgesehene Ansiedlung von klein- und mittelständischen Unternehmen am Hausmannsfeld. Das in Frage kommende Gelände befinde sich in Privatbesitz, eine Entwicklung im Sinne des Stadtentwicklungskonzeptes werde nicht angestrebt, teilt die Stadt in ihrem Bericht mit.

Zehn Pläne werden aufgegeben

Zehn Maßnahmen für den Süden der Stadt wurden aufgegeben oder mussten in ihrer Zielsetzung geändert werden. Ein Ausbau des Radwegenetzes an der Duisburger/Ruhrorter Straße wird nicht umgesetzt; die Stadt hat keine Landesfördermittel erhalten.