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Wo Osterfeld schöner werden will

24.04.2009 | 18:25 Uhr
Wo Osterfeld schöner werden will

Waisenhaus-Abriss könnte den Autakt zu einer gründlichen Überplanung des umgebenden Geländes bilden

Die Sonne scheint, und irgendwo hinter dem dunklen, verriegelten Gebäude lachen Kinder. Das einstige Waisenhaus in Osterfeld verbreitet düstere Atmosphäre. Hinter ihm, wie es scheint mit gebührendem Abstand, leben unbeschwerte Gegenwart und heitere Zukunft. Kinderlachen, Kinderspiel, Gartenzaungespräche – Zukunftsmusik eben, aber eine, die sehr bald Gestalt annehmen soll.

Gestern erkundete die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Osterfeld das Gelände, machte sich vor Ort mit den bestehenden Planungen vertraut, um Ideen dort zu entwickeln, wo so recht noch keine vorliegen.

Für das frühere Waisenhaus, in dem in den vergangenen Jahren Auslandsdeutsche zum Übergang gewohnt hatten, ist die Zukunft geklärt: Abrissbirne. Danach soll der Standort, der aufgrund seiner Lage in einem ruhigen Wohngebiet mit reichlich alten Baumbestand herausragende Wohnqualität bietet, zur Bebauung freigegeben werden – „maßvoll”, wie die Planungsverwaltung vorschlägt, und mit einer Einfamilien- und/oder Doppelhausbebauung.

Was die CDU zusätzlich gern möchte, sind ein Spiel- und ein Bolzplatz. Hermann-Josef Schepers sieht darin keine Probleme: „Es werden sich ja junge Familien ansiedeln.” Beide Nutzungen sind in der näheren Umgebung auch nicht vorhanden, gespielt wird ansonsten entweder nebenan im Kindergarten von St. Marien Rothebusch oder (noch) am Waisenhaus. Und was den Bolzplatz angeht: Hinter dem Waisenhaus gab es mal einen – ein offenbar selbstgezimmertes Tor kündet von vergangenen Fußballspielen. Die Bezirksvertreter nahmen's zur Kenntnis.

Ein Kuriosum ist sicher der Ostfriedhof. Einst viel zu groß dimensioniert, mutet er heute ein wenig wie ein Schildbürgerstreich an, denn: Die Kapelle, von der aus nach den Trauerfeiern die Leichenzüge ihren Ausgang zu den Gräbern nehmen, ist mehrere hundert Meter von den Grabfeldern entfernt. Die Kapelle ist relativ neu, war nicht billig, könnte auch als Bürgerzentrum dienen, damit dieses abgeschnittene Stück Grün der Allgemeinheit wirkungsvoller dient als ein bloßes Anschauungsstück. Zumal nicht wenige die Wiese für Hunde wollen.

Gustav WENTZ

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Kommentare
06.09.2010
19:42
Wo Osterfeld schöner werden will
von Melanie Hrovat | #2

Ich finde es total schade das dort mal wieder Wohnung für besser verdiene entstehen sollen.

Wie wäre es denn wenn man untere Etage ein Cafe macht und die Räumlichkeiten für verschiedene Altersgruppen zuverpfügung stellt.
In etwa sowas wie es in Berlin gibt. Eine Art Arche.
Mal nach langen Jahren was soziales für die Oberhausener Jugend und Senioren. Eine Stätte für Begenungen.

Leider geht es Oberhausen nur noch um GELD GELD GELD... Pfui...

Unten 1 Cafe... Second Hand Markt... Räumlichkeite für Kinder, Künstler...

Ich bin traurig...

25.04.2009
18:15
Wo Osterfeld schöner werden will
von aberlouer | #1

Komisch, als der Aufstellungsbeschluss vor 2 Jahren durch die Bezirksvertretung ging, hatte die CDU nichts daran auszusetzen. Jetzt, kurz vor der Kommunalwahl, fallen den CDUlern auf einmal die Belange der Kinder ein.

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