„Wo Lärm ist, muss Lärmschutz her“
12.11.2010 | 18:00 Uhr 2010-11-12T18:00:00+0100
Oberhausen.Ob für die Güterzuglinie namens Betuwe zwischen Emmerich und Oberhausen ein drittes Gleis gebaut wird (wie seit Jahrzehnten vorgesehen) oder nicht (wie neuerdings wieder in der Debatte), ist dem CDU-Kreisvorsitzenden Wilhelm Hausmann „egal“.
Der planungspolitische Sprecher seiner Ratsfraktion ist Anlieger der vielbefahrenen Ost-West-Güterzugverbindung und fordert: „Wo Lärm ist, muss Lärmschutz her.“
Hört sich wie „Basta!“ an und würde den in Oberhausen rund 40 000 Betroffenen – allein von Betuwe (zur Betuwe-Spezialseite) – sicherlich genügen, aber so einfach machen Bahn und Politik sich das nicht. Vor allem die Verknüpfung von drittem Gleis und Lärmschutz sorgt für immer neue Verzögerungen und Verwirrungen, denn dieses Junktim kostet mindestens 370 Millionen Euro. So hoch sind die für „Schallschutz im Oberbau“ veranschlagten Kosten des 1,34 Milliarden Euro schweren Projekts.
Von dem sich das Bundesverkehrsministerium nicht verabschiedet habe, wie die CDU-Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött und Sabine Weiß jetzt in einem gemeinsamen Schreiben unter der schönen Überschrift „Das dritte Gleis wird kommen“ behaupten. Darin führen sie aus, dass das relevante Nutzen-Kosten-Verhältnis nach wie vor größer als „1“ sei (1,2) und damit „die Planungen wie gehabt weitergeführt werden“.
„Empfindlich gestört“
An der von Michael Groschek MdB (SPD) angeregten „Betuwe-AG“ haben sie wohl kein Interesse, sehen sie doch „das bisherige gemeinsame Vorgehen der Politik, der Kommunen und der Bürgerinitiativen durch nicht belegbare Angriffe seitens einiger politischer Vertreter empfindlich gestört“. Dazu werden sie auch NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger („Die Chancen zur Umsetzung gehen gegen Null“) oder die Gewerkschaften Transnet und GDBA zu den Schienenplänen („Das ist ein Dokument der Mutlosigkeit“) zählen.
Grünen-Sprecher Volker Wilke, der auch Vorsitzender des Planungsausschusses ist, sieht die Wirtschaftlichkeit der Betuwe-Linie bewusst „heruntergerechnet“ und bringt das in Verbindung mit der Finanzlage rund um das umstrittene Projekt Stuttgart 21. Gemeinsam mit dem SPD-Vorsitzenden Wolfgang Große Brömer hat Wilke gestern beantragt, den Punkt „Aktuelle Entwicklung Betuwe-Linie“ auf die Tagesordnung der Ratssitzung am Montag, 15. November, zu setzen.

17:39
@14
Weder Dreist noch Behauptungen.
Die Leute, also die Anwohner haben vor 30-40 Jahren Grundstücke zu einem, mit Sicherheit, günstigeren Preis gekauft, weil diese an einer Bahnschiene liegen. Natürlich besteht Handlungsbedarf wenn die Lärmbelästigung durch erhöhtes Verkehrsaufkommen gestiegen ist. Dieser Bedarf ist aber anzumelden und nachzuweisen. Die Arme verschränken mit der Aussage hier ists zu laut, macht was reicht nicht.
Meine kleine Nebenstrasse ist und bleibt eine Sackgasse und mein Grundstück wird immer an ein Naturschutzgebiet angrenzen. Aber wie gesagt, hier ist vorrausschauendes Handeln und Information Gold wert. Wenn ich Ihnen da mal helfen kann; gerne, melden Sie sich einfach.
Und nochwas. Unter #13 beziehe ich mich auf Grundstücke über die SIE nicht die geringste Ahnung haben! Also schön auf dem Teppich in Ihren kleinen vier Wänden bleiben.
14:32
#13
Ich weiss nicht woher Sie die Dreistigkeit Ihrer Behauptungen her holen. Glauben Sie etwa die Leute wussten vor 30-40 Jahren um eine Betuwelinie? Sie sind nicht nur ein Provokateur, sondern beschäftigen sich nicht mit dem Thema und die Facetten. Ich hoffe für Sie, dass aus Ihrer kleinen Nebenstrasse nicht mal eine Durchgangsstrasse wird.
21:40
Mein Text war provokative Ironie. Weil wer da hinzieht dem geschieht es recht (und das hoffentlich für immer) keinen! Lärmschutz zu haben. Und wer das im Nachhinein fordert der hat einfach nur Vakuum im Oberstübchen. Hoffentlich findet sich für so Flitzpiepen nicht noch ein Richter der sowas befürwortet.
21:25
Da wurde auch geschickt und kostengünstig geplant. Der Bebauungsplan 338 Tannenbergstr. ( Planung ÖPNV-Trasse Strassenbahn )sieht als Schallschutzmassnahme nur einen qualifizierten Fenstereinbau vor. Und dies bei einer Vorbeifahrt von Fahrzeugen der ÖPNV und Einsatzfahrzeugen Polizei/Feuerwehr in oft weniger als 10 Meter Entfernung. Das sind mehr als 1000 Fahrzeuge pro Tag. Genehmigt und beschlossen vom Stadtrat der Stadt Oberhausen gegen den Bedenken der Bürger und Bürgerinnen vor Ort. Eben wie der Vater so der Sohn.
20:16
Unbedingt müßen auch Lärmschutzwände für die Gärten der Einfamilienreihenhäuser zwischen Tannenbergstraße und ÖPNV-Trasse her. Schön 3-4 Meter hoch. Weil wie konnten die Bewohner dort wissen das es an der Trasse laut sein könnte?!?
18:53
Die Betuwe-Linie ist eigentlich ein Vater-Sohn-Konflikt. Beide Seiten verstehen sich im Grunde genommen nicht. Doch beide haben dieselben Fehler. Wie im echten Leben. Die Stadt Oberhausen ist der Sohn und die Deutsche Bahn der Vater. Beide wollen das Beste und können doch nicht miteinander. Und beide haben immense Macken. Z.B. die verlangte Bürgernähe von der DB durch die Mehrheitsfraktion im Oberhausener Stadtrat SPD. Dieselbe Bürgernähe verweigert uns dieselbige Mehrheitsfraktion SPD uns Oberhausener Bürger. Nenne einige massive Gemeinsamkeiten von Entfremdung DB/Stadt Oberhausen von uns Bürger und Bürgerinnen.Z. B. die Eindämmung der Lärmbelästigung an der Betuwe-Linie durch die Bahn. Doch dieselbe Eindämmung der Lärmbelästigung wird uns Oberhausener Bürger und Bürgerinnen von der Mehrheitsfraktion verweigert (Mülheimer Str. ÖPNV-Trasse am HBF durch die Vorgartenanlage an der Tannenbergstr). Der massive Eingriff der STOAG im Straßenverkehr durch Vorrangschaltung der Busse und Bahnen. Dadurch immense Lärmbelästigungen, Umweltverschmutzungen und massive Eingriffe in das Leben der Oberhausener Bürger und Bürgerinnen. Es ist nichts anders als die höhere Vertaktung der Zugzahlen auf der Betuwe-Linie. Durch eine rechtzeitige Fahrplangestaltung, die den Begebenheiten der massiven Straßenbaustellen Rechnung getragen hätte, wäre diese massiven Eingriffe gegenüber den Bürgern und Bürgerinnen in einem toleranten Rahmen geblieben. Den eines steht fest : Die STOAG hat die Ausfallzeiten und Verspätungen im ÖPNV die Bahn schon um Längen geschlagen uns stellt einsame Rekorde auf. Man kan es auch so sehen der Sohn will seinen Vater zeigen das er es noch besser kann. Die berechtigte Sorge um einen Einsatz bei Unfällen auf der Betuwe-Linie beschäftigt uns alle. Doch ich habe bis heute nicht eine Antwort darauf bekommen wann zum letzten Male die Berufsfeuerwehr Oberhausen mit der DB Katastropheneinsätze geprobt hätte und evtl. Missstände ausmerzen konnte. Oder auch um Gemeinsamkeiten neu zu definieren.
Auch nächtliche Einsätze bei den Fleddertagen durch den Ordnungsdienst unserer Stadt finden nicht statt. Kein Personal ist die Antwort. OK? Nein wenn ich kein Personal habe darf ich Leistungen des Ordnungsdienstes nicht anderswo an Private Kunden verkaufen (Sterkrader Tor). Berechtigtes Interesse und Bürgernähe sieht anders aus. Da unterscheidet sich der Sohn vom Vater nicht. Beide können es nicht.
16:38
Lieber Thomas R (und natürlich auch der unterstützende Nachtwächter),
keiner hat etwas gegen die Bahnlinie, aber wenn die Nutzerzahlen verzehnfacht werden, dann sollte man schon mal fragen dürfen: was ist mit Lärmschutz. Wie es anders geht, zeigen die Holländer auf der anderen Seite. Einfach mal anschauen. Übrigens wurde der Ausbau der Bahnlinie Anfang der 90er vereinbart...
16:31
Ich bin gerade an die Mülheimerstraße in Oberhausen gezogen. Ganz schön laut! Ich werd nun erstmal die Stadt verklagen und Lärmschutzfenster fordern. Weil ich kann ja nichts daran ändern das die Mülheimerstraße stark befahren ist. Oder hätte ich besser woanders hinziehen sollen??!??!??!??
11:38
Danke Thomas R.!
Genau das selbe denke ich auch!
13:55
Es interessiert doch niemanden, was die kommunale
CDU fordert oder nicht fordert. Allerdings ist Frau Dött
als Bundestagsabgeordnete überfordert. Die Bedeu-
tungslosigkeit der kommunalen CDU geht wirklich
gegen Null. Ohnehin hat sie keine Chance gegen
die einseitige Berichterstattung der WAZ-Mediengrup-
pe.