Wirtschaft ist optimistischer

Die Situation der Oberhausener Wirtschaft ist gut, die Aussichten leicht positiv, die Investitionsbereitschaft vorhanden – so lässt sich das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Essen, Mülheim, Oberhausen (IHK) zusammenfassen. „Der Blick in die Zukunft bleibt vorsichtig optimistisch“, sagte IHK-Präsidentin und Oberhausener Unternehmerin Jutta Kruft-Lohrengel bei der Vorstellung des Berichts, der auch die Lage in Mülheim und Essen beschreibt.

13 Prozent wollen mehr investieren

Auch wenn nur 30 Oberhausener IHK-Mitgliedsfirmen, die 4652 Mitarbeiter beschäftigen, an der Umfrage teilnahmen, nimmt Heinz-Jürgen Hacks, Geschäftsführer für den Bereich Industrie, Raumordnung und Verkehr bei der IHK, eine grundsätzlich positive Tendenz wahr. So sei die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den zurückliegenden Jahren weiter angestiegen. „Seit 2000 entwickelte sich die gesamte MEO-Region neben Köln und Rhein-Sieg zur wachstumsstärksten in ganz NRW.“

In Oberhausen bezeichnen 94 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage als gut oder befriedigend. 88 Prozent gehen von einer günstigeren oder zumindest gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus, vor einem halben Jahr waren es 79 Prozent. Neun Prozent wollen ihren Personalbestand erweitern, 13 Prozent mehr investieren.

Kruft-Lohrengel appellierte dringend an alle Unternehmen, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen und offene Stellen den Arbeitsagenturen zu melden; sie wies aber auch darauf hin, dass Betriebe nicht geeignete Bewerber fänden. „Gerade kleinere Firmen, die nicht mit einem großen Namen punkten können, haben erschreckend wenige Bewerbungen erhalten.“ Als bürokratische Belastung empfindet die Unternehmerin die Ausführungsbestimmungen zum Mindestlohn.