„Wir sind nicht Firma Kontrolletti“
06.05.2011 | 18:16 Uhr 2011-05-06T18:16:00+0200
Eine bundesweite Imagekampagne soll den Ruf der Jugendämter verbessern. Die Stadt Oberhausen beteiligt sich aber nicht daran.
Das Image ist ein denkbar schlechtes – mit dem Jugendamt will lieber niemand etwas zu tun haben. In den Blickpunkt rückt die Behörde meist nur dann, wenn etwas Schreckliches passiert ist, Hilfesysteme versagt haben und Kinder zu Schaden gekommen sind. In einer bundesweiten Imagekampagne unter dem Motto „Unterstützung, die ankommt“ wird jetzt an dem Bild in der Öffentlichkeit gearbeitet. Die Oberhausener Behörde beteiligt sich aber nicht daran. Die NRZ sprach mit dem Leiter des Bereichs Jugendamt und Soziale Angelegenheiten, Hans-Georg Poß, und dem Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie, Thomas Notthoff, über Gründe und Hintergründe.
NRZ: Das Ansehen des Jugendamts ist in Oberhausen sicher nicht grundlegend besser als andernorts. Warum beteiligen Sie sich nicht an der Imagekampagne?
Thomas Notthoff: Das Ganze ist uns zu pauschal angelegt. Hochglanzbroschüren, Plakate mit der Aussage „Wir sind super“ nützen uns nichts. Vor allem erreichen wir damit auch nicht die, die wir erreichen wollen – nämlich die Menschen, denen wir Hilfen anbieten möchten.
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